203er-Modellkatalog
Apertus für Kanzleien und Berufsgeheimnisträger
Modell von Swiss AI Initiative (EPFL, ETH Zürich). Der 203er-Status hängt an der Kombination aus Modell und Bezugsweg, nie am Modell allein - diese Seite weist ihn je Bezugsweg aus, mit Datenregion, Drittland-Exposition und Preisklasse.
Was ist Apertus?
Das transparenteste Modell dieses Katalogs, entwickelt an ETH Zürich und EPFL: Offengelegt sind nicht nur die Gewichte, sondern auch Trainingsdaten und Verfahren - ein Herkunftsnachweis, den geschlossene Modelle nicht bieten. Berufsrechtlich trägt es auf drei Wegen. Bei der EU-Betreiber offener Modelle, dem deutschen Betreiber, ist die Zusatzvereinbarung nach § 203 StGB gezeichnet, mit Belehrung über die Strafbarkeit und Kettenverpflichtung auf die Subunternehmer. Im dedizierten Betrieb auf reservierter Hardware bindet dieselbe Kettenverpflichtung den Rechenzentrumsbetreiber. Und beim Betrieb auf eigener Hardware in den eigenen Räumen wirkt kein Dritter mit, sodass sich die Offenbarungsfrage des § 203 gar nicht erst stellt.
Den Vergleich über alle geführten Modelle zeigt der 203er-Modellkatalog; die berufsgruppenübergreifende Rechtslage ordnet die Übersichtsseite KI für Berufsgeheimnisträger.
203er-Status
Der Status gilt für den Bezug über uns. Grundlage ist die Bezugsweg-Betrachtung nach der DAV-Linie (SN 32/2025) - gerichtlich ist die Frage nicht abschließend geklärt.
- Status über uns
- gedeckt
- Verarbeitung
- Deutschland
- Berufsrechtliche Einordnung
- Die Auslandsschranke stellt sich nicht - Hardware, Verarbeitung und Vertragskette liegen in Deutschland.
Preisklasse: auf Anfrage - die Konditionen laufen über den Vertrieb bzw. die Vertragslage des jeweiligen Bezugswegs.
Stärken und Grenzen im Kanzlei-Einsatz
Stärken
- Vollständig offengelegt - Gewichte, Trainingsdaten und Verfahren sind belegbar
- Öffentlich-akademische Herkunft statt Anbieter-Blackbox
- Über die EU-Inferenz mit § 203-Zusatzvereinbarung und im Eigenbetrieb beziehbar
Grenzen
- Leistungsniveau unterhalb der großen proprietären Modelle
- Rechtsprechungs-Zitate und Fundstellen sind grundsätzlich zu verifizieren
- Kein juristisches Spezial-Finetuning - die fachliche Würdigung bleibt beim Berufsträger
Wofür wir Apertus empfehlen
Dasselbe Modell trägt in jedem Beruf eine andere Arbeit. Die fachliche Würdigung bleibt dabei in jedem Schritt beim Berufsträger - die Modelle liefern Entwürfe, Strukturen und Auffälligkeiten-Listen.
- Umfangreiche Handakte zur Terminsvorbereitung auf ein Arbeitspapier mit Fundstellen-Verweisen verdichten
- Chronologie, Beteiligte und Streitpunkte eines Mandats aus dem Aktenbestand strukturieren
- Ergangene Entscheidungen und gerichtliche Verfügungen für die Mandanteninformation aufbereiten
- Beiakten nach den für die Verteidigung tragenden Passagen durchsehen und vorordnen
- Grundakten- und Registerauszüge zu einem Beurkundungsvorgang auf die wesentlichen Eintragungen verdichten
- Umfangreiche Vertragswerke einer Urkundsverhandlung in eine Übersicht der Regelungspunkte bringen
- Nachlassunterlagen für die Vorbereitung eines Erbscheinsantrags nach Beteiligten und Quoten ordnen
- Verwahrungsvorgänge und Auszahlungsvoraussetzungen zu einem Anderkonto übersichtlich zusammenstellen
- Betriebsprüfungsberichte und Prüferanfragen auf die strittigen Sachverhalte verdichten
- Buchführungsunterlagen eines Wirtschaftsjahres zu einer Übersicht offener Sachverhalte bündeln
- Steuerbescheide mehrerer Jahre für das Mandantengespräch gegenüberstellen und Abweichungen sammeln
- Gesellschaftsverträge und Beschlüsse für die Deklaration nach steuerlich erheblichen Punkten sichten
- Prüfungsnachweise zu einem Prüffeld für die Arbeitspapiere zusammenfassen
- Protokolle von Aufsichtsrats- und Gesellschafterversammlungen auf prüfungsrelevante Vorgänge sichten
- Vorjahresarbeitspapiere für die Prüfungsplanung des laufenden Jahres aufbereiten
- Beschreibungen des internen Kontrollsystems zu einer Übersicht der Kontrollpunkte verdichten
- Vorbefunde und Fremdbefunde eines Zuweisers zu einer Übersicht für die Sprechstunde verdichten
- Verlaufsdokumentation eines längeren Aufenthalts chronologisch für die Visite aufbereiten
- Medikationslisten aus mehreren Entlassbriefen zu einer übersichtlichen Aufstellung zusammenführen
- Unterlagen einer Patientenaufnahme für die Fallbesprechung im Behandlungsteam strukturieren
- Umfangreiche Leistungsakten eines Versicherungsfalls auf den Behandlungs- und Zahlungsverlauf verdichten
- Gutachten und Stellungnahmen zu einem Leistungsantrag in einer Übersicht gegenüberstellen
- Schadenunterlagen für die Vorbereitung eines Regressvorgangs nach Beteiligten und Beträgen ordnen
- Vertrags- und Tarifunterlagen zu einem Versichertenkonto übersichtlich zusammenstellen
Wer über die Aufgabe statt über den Modellnamen einsteigt, findet auf den Fähigkeitsklassen-Seiten alle dafür geführten Modelle im Vergleich: Dokumenten- und Aktenzusammenfassung, Schriftsatz- und Entwurfsarbeit, Mandanten- und Kundenkorrespondenz.
Alternativen im Katalog
Modelle mit überschneidenden Fähigkeitsklassen - der Vergleich lohnt, wenn Bezugsweg oder Preisklasse besser zur Kanzlei passen.
Und im Produkt?
Dieses Modell steht in der Kanzlei-Instanz auf veryai.de ab dem ersten Tag zur Verfügung.
Auf veryai.de: was Apertus in Ihrer Kanzlei-Instanz leistet veryai.de ist das Produkt der Gosign GmbH - Sie bleiben im selben Haus. Die berufsrechtliche Einordnung bleibt auf dieser Seite.
Woher die Einordnung stammt
Jede Aussage auf dieser Seite ist gegen die Dokumentation des jeweiligen Herstellers und Plattform-Anbieters geprüft, mit Fundstelle und Abrufdatum. Stand der Bewertung: 2026-07-25. Die Belege je Aussage legen wir gegenüber der Kanzlei vollständig offen - das ist die Prüfbarkeit, die § 203 Abs. 4 vor der Beauftragung verlangt.
Diese Übersicht ist keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen zu Apertus
Ist Apertus für Kanzleien und Berufsgeheimnisträger zulässig?
Wie beziehen Kanzleien Apertus?
Was kostet Apertus für Kanzleien?
Bleibt bei Apertus eine Drittland-Exposition?
Welche Kombination passt zu Ihrer Kanzlei?
Wir zeigen Bezugsweg und Modellwahl an Ihrem konkreten Setup - Größe, IT-Lage, Mandatsstruktur - als technisch-organisatorische Einordnung, nicht als Rechtsberatung.
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