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EU AI Act: Nicht Hochrisiko

HR-Reporting-Agent

Aus Lohndaten wird Management-Steuerung und CSRD-Berichterstattung, und der schwierige Teil ist nicht das Rechnen, sondern wer jede Zahl verantwortet.

HR-Reporting aus Lohndaten: Personalkosten-Dashboards, CSRD-Sozialkennzahlen und Equal-Pay - jede Zahl mit benanntem Entscheider, testierbar statt Blackbox.

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Warum ist HR-Reporting mehr als ein Knopfdruck im Lohnsystem?

Weil eine Kennzahl im Lagebericht oder vor dem Betriebsrat nicht nur richtig gerechnet sein muss, sondern auch nachvollziehbar entstanden und mitbestimmt eingeführt. Genau das leistet ein Knopfdruck im Lohnsystem nicht.

Ergebnis: Eine nicht belastbare CSRD-Sozialkennzahl führt zum Mängelbericht des Wirtschaftsprüfers nach IDW PS 350 n.F. (international ISSA 5000) und zu einem eingeschränkten Testat, das für Kapitalmarkt und Aufsichtsrat sichtbar bleibt.

60% Regelwerk
13% KI-Agent
27% Mensch

Die Architektur folgt daraus, dass jede Kennzahl einem klaren Entscheider zugeordnet und ihr Entstehungsweg lückenlos protokolliert sein muss:

Die teuerste Zahl im Lagebericht entsteht nicht in der Buchhaltung, sondern in der Lohnabrechnung.

Aus Lohndaten wird Steuerung und Nachhaltigkeitsbericht, und der Engpass ist die Verantwortung, nicht die Rechenleistung.

HR-Reporting wird oft als Knopfdruck missverstanden: Daten rein, Bericht raus. Tatsächlich muss dieselbe abgeschlossene Lohnabrechnung zwei sehr verschiedene Welten bedienen. Die Geschäftsleitung will wissen, was das Personal kostet und wohin sich die Kosten entwickeln. Der Lagebericht verlangt Sozialkennzahlen zu Lohngerechtigkeit, Vergütungsverteilung und Diversität, die einer Wirtschaftsprüfung standhalten. Beide Welten werden aus denselben Rohdaten gespeist, folgen aber einer völlig anderen Logik und einer eigenen Haftung.

Wer in der Personalverantwortung steht, kennt die eigentliche Schwierigkeit: Es ist selten die Berechnung, die scheitert. Es ist die Frage, ob der Betriebsrat das System mitträgt, ob die Rechtsabteilung statt eines pauschalen Nein ein belastbares Ja-wenn liefert, und ob die Zahl, die dem Vorstand präsentiert wird, später vor dem Wirtschaftsprüfer Bestand hat. Diese drei Hürden entscheiden über den Erfolg eines Reporting-Projekts, nicht die Rechen-Engine.

CSRD-Sozialkennzahlen sind die neue Pflichtübung mit Testat-Risiko.

Mit der CSRD ist ein Reporting-Block entstanden, der direkt aus den Lohndaten gespeist wird. Die ESRS-S1-Standards verlangen Sozialkennzahlen wie die Vergütungsverteilung als Median, Mittelwert und Quartile, die Equal-Pay-Differenz je Vergleichsgruppe und Diversitätskennzahlen. Diese Zahlen wandern in den Lagebericht und werden dort vom Wirtschaftsprüfer nach den einschlägigen Lagebericht-Prüfungsstandards testiert (in Deutschland IDW PS 350 n.F., international ISSA 5000). Sind sie nicht belastbar, folgt ein Mängelbericht und ein eingeschränktes Testat, das für Kapitalmarkt und Aufsichtsrat sichtbar bleibt.

Wichtig für die Planung: Durch das im Dezember 2025 beschlossene Omnibus-Paket gilt die Berichtspflicht nur noch für Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitenden und über 450 Millionen Euro Umsatz, mit zwei Jahren Fristverschiebung (EU-Rat, Dezember 2025). Die CSRD-Frist entspannt sich damit für manche Häuser, die Entgelttransparenz aber nicht: Deren Stichtag 7. Juni 2026 bleibt unberührt und verlangt dieselben Equal-Pay-Kennzahlen aus denselben Lohndaten. Wer die Datenkette jetzt aufsetzt, bedient beide Pflichten mit einer Architektur.

Equal-Pay ist die Kennzahl, die nicht nur berichtet, sondern begründet werden muss.

Der unbereinigte Gender Pay Gap in Deutschland lag 2024 bei 16 Prozent, bereinigt bei 6 Prozent (Statistisches Bundesamt, Februar 2025). Diese Werte zeigen, wie weit der Markt von Lohngleichheit entfernt ist. Konkret schaltet die EU-Entgelttransparenz-Richtlinie eine gemeinsame Entgeltbewertung mit der Arbeitnehmervertretung frei, sobald die durchschnittliche Lohndifferenz in einer Arbeitnehmer-Kategorie mehr als 5 Prozent beträgt und nicht sachlich gerechtfertigt ist. Damit wird die Equal-Pay-Zahl zu einem Thema, das nicht nur gemeldet, sondern verteidigt werden muss.

Die Richtlinie ist bis zum 7. Juni 2026 umzusetzen, das deutsche Umsetzungsgesetz steht noch aus (Grant Thornton, 2026). Wer die Berechnung erst aufsetzt, wenn das Gesetz in Kraft tritt, hat keine Vergleichswerte und keine Begründungs-Historie. Wer dagegen die Equal-Pay-Kennzahl heute schon sauber je Vergleichsgruppe ermittelt und dokumentiert, kann eine gemeldete Differenz später mit nachvollziehbaren Zahlen rechtfertigen statt mit einer Behauptung.

Personalkosten-Reporting ist Steuerung und Pflicht in einem.

Die Geschäftsleitung braucht Personalkosten-Reports nicht aus Neugier, sondern zur Steuerung. Personalkosten sind in den meisten Unternehmen der größte Aufwandsposten, und ihre Entwicklung entscheidet über Budgets, Einstellungen und Standortfragen. Ein belastbares Reporting verteilt die Kosten korrekt auf Standorte und Kostenstellen, vergleicht Ist gegen Budget und zeigt nicht nur, was war, sondern wohin sich die Kosten entwickeln. Genau diese Aggregation ist reine Regelarbeit und damit deterministisch lösbar.

Die Anforderung an diese Reports ist nicht Geschwindigkeit, sondern Verlässlichkeit. Ein Management-Report, der die Kosten falsch verteilt, führt zu falschen Entscheidungen, die teurer sind als jede verspätete Auswertung. Deshalb steht am Anfang jedes Reports eine maschinelle Plausibilitätsprüfung und am Ende eine menschliche Freigabe im Vier-Augen-Prinzip, bevor eine Zahl die Steuerung beeinflusst.

Jede Reporting-Zahl braucht einen Entscheider, nicht nur eine Visualisierung.

Übliche People-Analytics-Werkzeuge zeigen Dashboards: bunte Diagramme, Trends, Vergleiche und KI-gestützte Empfehlungen. Was sie nicht zeigen, ist, wer für eine Zahl verantwortlich ist und wie sie zustande kam. Genau hier setzt der Decision-Layer-Ansatz an. Der Decision Layer ordnet jede Kennzahl einem klaren Entscheider zu: dem Regelwerk, das deterministisch rechnet, der KI, die nur Auffälligkeiten meldet, und dem Menschen, der interpretiert und freigibt.

Diese Trennung ist kein theoretisches Konstrukt, sondern genau das, was Betriebsrat und Wirtschaftsprüfer verlangen. Die meisten Schritte sind reine Regelwerk-Arbeit: die Aggregation nach Kostenstellen, die Berechnung der Vergütungsquartile, die Durchsetzung der k-Anonymität mit fester Mindest-Gruppengröße. Die KI ist bewusst auf die Rolle des Frühwarners degradiert, der einen Kostensprung oder eine auffällige Lohnlücke markiert, aber nie korrigiert oder entscheidet. Und was eine Lücke bedeutet und ob sie sachlich gerechtfertigt ist, bleibt eine rechtliche und geschäftliche Wertung des Menschen. Diese Degradierung der KI auf einen reinen Indikator ist das Gegenteil der Blackbox-Empfehlungen der Wettbewerber und der Grund, warum der Betriebsrat nach Paragraph 87 BetrVG zustimmen kann.

Auditierbarkeit ist Architektur-Nebenprodukt, nicht nachträgliche Doku.

Eine Reporting-Kennzahl ist nur so gut wie ihre Nachvollziehbarkeit. Wenn der Wirtschaftsprüfer fragt, wie die Equal-Pay-Differenz berechnet wurde, muss die Antwort lückenlos sein: aus welchen Lohndaten, mit welcher Formel, mit welcher Gruppenbildung und in welcher Regelwerk-Version. Diese Nachvollziehbarkeit entsteht nicht durch ein nachträgliches Compliance-PDF, sondern dadurch, dass das System regelbasiert aggregiert und dabei jeden Schritt protokolliert. Steuerrelevante Lohnauswertungen sind ohnehin bis zu zehn Jahre aufbewahrungspflichtig und unterliegen dem Datenzugriff der Betriebsprüfung.

Jede Kennzahl trägt ihren Daten- und Berechnungs-Trail mit sich. Das ist der entscheidende Unterschied zu einer Dashboard-Lösung, die nur das Ergebnis zeigt und den Audit-Log nachträglich anhängt. Bei einer Wirtschaftsprüfung oder einer Anfrage der Datenschutzbehörde ist dieser Trail der Unterschied zwischen einer testierbaren Zahl und einer bloßen Behauptung. So wird Auditierbarkeit vom teuren Nachgang zum kostenlosen Nebenprodukt der Architektur.

HR-Reporting ist die Schicht, die Lohndaten in verantwortete Entscheidungen verwandelt.

Der HR-Reporting-Agent ersetzt weder das Lohnsystem noch die Fachabteilung, sondern legt eine Entscheidungs- und Dokumentationsschicht über die bestehende Lohn- und Personalsoftware. Er nimmt die abgestimmten Lohndaten aus Systemen wie DATEV oder SAP und verwandelt sie in zwei Arten belastbarer Ergebnisse: Management-Reports für die Steuerung und testierbare Sozialkennzahlen für den Lagebericht. Die Übermittlung an Behörden bleibt bewusst beim Lohnsteuer-Agent, damit diese Schicht sich auf das konzentriert, was sie einzigartig macht: prüfbare Kennzahlen mit benanntem Entscheider.

Damit schließt sich der Kreis zur Lohnabrechnung: Was dort abgerechnet wird, wird hier ausgewertet, verantwortet und berichtet. Der nächste logische Schritt ist eine Prozess-Analyse Ihrer bestehenden Reporting-Strecke, die zeigt, welche Kennzahlen heute schon regelbasiert entstehen können und an welcher Stelle noch ein Mensch entscheiden muss, bevor eine Zahl das Haus verlässt.

Auf einen Blick

Die wichtigsten Eckdaten dieses Agenten im Überblick, bevor Sie in die Details einsteigen.

KriteriumWert
AufgabeLohndaten in prüfungssichere Management-Reports und CSRD-Sozialkennzahlen verwandeln
EntscheidungslogikRegelwerk rechnet, KI meldet Auffälligkeiten, Mensch gibt frei
Compliance-AnkerDSGVO Art. 88, BetrVG Paragraph 87, AO Paragraph 147, ESRS S1
PrüfungsstandardLagebericht-Testat nach IDW PS 350 n.F. (international ISSA 5000)
Equal-Pay-TreiberEntgelttransparenz-Richtlinie 2023/970, Stichtag 7. Juni 2026
IntegrationDATEV, SAP, Personio, Power BI als Datenquellen
PrüfungsfallJede Kennzahl bis zur Einzelbuchung rückverfolgbar

Micro-Decision-Tabelle

Wer entscheidet bei diesem Agent?

15 Entscheidungsschritte, aufgeteilt nach Decider

60%(9/15)
Regelwerk
deterministisch
13%(2/15)
KI-Agent
modellbasiert mit Confidence
27%(4/15)
Mensch
explizit zugewiesen
Mensch
Regelwerk
KI-Agent
Jede Zeile ist eine Entscheidung. Aufklappen zeigt die Entscheidungsakte und ob man anfechten kann.
Lohndaten aus der Abrechnung übernehmen Sind die Quelldaten vollständig und mit der fertigen Abrechnung abgestimmt? Regelwerk

Die Datenübernahme folgt einem festen Mapping aus der abgeschlossenen Lohnabrechnung und dem Personalstamm.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Personalkosten nach Kostenstellen aggregieren Wie werden die Kosten auf Standorte und Kostenstellen verteilt? Regelwerk

Die Zuordnung folgt deterministisch dem hinterlegten Kostenstellen-Schlüssel.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Soll-Ist-Budget abgleichen Wie weit weicht der Ist-Wert vom geplanten Budget ab? Regelwerk

Der Vergleich rechnet die Abweichung nach fester Formel aus den hinterlegten Budgetwerten aus.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Datenqualität und Plausibilität prüfen Sind die aggregierten Zahlen plausibel oder steckt ein Datenfehler dahinter? KI-Agent WP/BP

Die KI erkennt Kostensprünge und Trendbrüche gegenüber dem Vormonat und meldet sie als Hinweis zur Klärung.

Entscheidungsakte

Modell-Version und Confidence Score
Eingabedaten und Klassifikationsergebnis
Entscheidungsgrund (Erklärbarkeit)
Audit Trail mit vollständiger Nachvollziehbarkeit

Anfechtbar: Ja - vollständig dokumentiert, durch Menschen überprüfbar, Einspruch über formalen Prozess.

Anfechtbar durch: WP/BP

Vergütungskennzahlen nach ESRS berechnen Wie werden Median, Mittelwert und Quartile der Vergütung ermittelt? Regelwerk

Die Kennzahlen folgen den festen Berechnungsvorschriften des ESRS-S1-Standards.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Equal-Pay-Kennzahl je Vergleichsgruppe ermitteln Wie groß ist die Lohndifferenz pro Vergleichsgruppe? Regelwerk

Die Lohndifferenz wird je definierter Gruppe nach fester Rechenregel ermittelt.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

k-Anonymität auf Aggregate anwenden Sind die Gruppen groß genug für eine anonyme Auswertung? Regelwerk

Gruppen unterhalb der festen Mindestgröße werden automatisch zusammengefasst.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Sensible Merkmale aus Reports ausschließen Enthält eine Auswertung besonders geschützte Merkmale nach Artikel 9 DSGVO? Regelwerk

Konfessions- und andere besonders geschützte Merkmale werden regelbasiert vor der Aggregation entfernt.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Diversitätskennzahlen aggregieren Wie verteilen sich die Gruppen über Ebenen und Funktionen? Regelwerk

Die Verteilung wird nach festem Klassifikationsschema aus dem Personalstamm berechnet.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Auffällige Sozialkennzahl bewerten Ist die auffällige Lohnlücke ein Datenfehler oder ein reales Signal? KI-Agent WP/BP

Die KI markiert die Auffälligkeit, die fachliche Einordnung holt der Mensch ein.

Entscheidungsakte

Modell-Version und Confidence Score
Eingabedaten und Klassifikationsergebnis
Entscheidungsgrund (Erklärbarkeit)
Audit Trail mit vollständiger Nachvollziehbarkeit

Anfechtbar: Ja - vollständig dokumentiert, durch Menschen überprüfbar, Einspruch über formalen Prozess.

Anfechtbar durch: WP/BP

Report im Vier-Augen-Prinzip freigeben Ist der Report fachlich plausibel und freigegeben? Mensch

Die Plausibilitätsfreigabe ist eine Verantwortungsentscheidung und bleibt beim HR-Controller.

Entscheidungsakte

Entscheider-ID und Rolle
Begründung der Entscheidung
Zeitstempel und Kontext

Anfechtbar: Ja - über Vorgesetzten, Betriebsrat oder formalen Einspruch.

Lohnlücke fachlich rechtfertigen Gibt es eine sachliche Rechtfertigung für die gemeldete Differenz? Mensch

Die Beurteilung sachlicher Rechtfertigungsgründe ist eine rechtliche Wertung und braucht den Menschen.

Entscheidungsakte

Entscheider-ID und Rolle
Begründung der Entscheidung
Zeitstempel und Kontext

Anfechtbar: Ja - über Vorgesetzten, Betriebsrat oder formalen Einspruch.

Audit-Trail je Aggregation protokollieren Ist der Entstehungsweg jeder Zahl rückverfolgbar dokumentiert? Regelwerk

Quelldaten, Regelwerk-Version und Ergebnis werden bei jeder Aggregation automatisch festgeschrieben.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Sozialkennzahlen für den Lagebericht freigeben Werden die Kennzahlen in den testierten Lagebericht übernommen? Mensch

Die Übernahme in den Lagebericht ist eine Vorstands- und Governance-Entscheidung.

Entscheidungsakte

Entscheider-ID und Rolle
Begründung der Entscheidung
Zeitstempel und Kontext

Anfechtbar: Ja - über Vorgesetzten, Betriebsrat oder formalen Einspruch.

Management-Report kommentieren und verteilen Wie sind die Abweichungen im Geschäftskontext zu interpretieren? Mensch

Die Trend-Interpretation braucht Markt- und Strategiewissen und bleibt eine Management-Entscheidung.

Entscheidungsakte

Entscheider-ID und Rolle
Begründung der Entscheidung
Zeitstempel und Kontext

Anfechtbar: Ja - über Vorgesetzten, Betriebsrat oder formalen Einspruch.

Entscheidungsakte und Anfechtbarkeit

Jede Entscheidung, die dieser Agent trifft oder vorbereitet, wird in einer vollständigen Entscheidungsakte dokumentiert. Betroffene Mitarbeitende können jede einzelne Entscheidung einsehen, nachvollziehen und anfechten.

Welche Regel in welcher Version wurde angewandt?
Welche Daten lagen der Entscheidung zugrunde?
Wer (Mensch, Regelwerk oder KI) hat entschieden - und warum?
Wie kann die betroffene Person Einspruch einlegen?
So setzt der Decision Layer das architektonisch um →

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Governance-Hinweise

EU AI Act: Nicht Hochrisiko
Der Agent erstellt Reports und Kennzahlen nach festen Regeln und legt ihre Interpretation und Freigabe dem verantwortlichen HR-Controlling und Management vor. Jede aggregierte Kennzahl ist mit Quelldaten, Regelwerk-Version und Berechnungsweg protokolliert, sodass Wirtschaftsprüfer und Aufsichtsbehörden jede Zahl zurückverfolgen können. Die Auswertung von Beschäftigtendaten erfolgt ausschließlich in anonymisierten Aggregaten mit fester Mindest-Gruppengröße, und besonders geschützte Merkmale nach Artikel 9 DSGVO bleiben aus jedem Report ausgeschlossen. Nach EU AI Act ist der Agent kein Hochrisiko-System, weil er keine Menschen bewertet, sondern deterministisch Kennzahlen aggregiert; die hohen Anforderungen kommen aus dem Handels-, Steuer- und Datenschutzrecht.

Bewertung

Agent Readiness 84-91%
Governance-Komplexität 74-81%
Economic Impact 81-88%
Leuchtturm-Wirkung 78-85%
Implementation Complexity 36-43%
Transaktionsvolumen Monatlich

Voraussetzungen

  • Eine abgestimmte und abgeschlossene Lohnabrechnung als verlässliche Datenquelle für jedes Reporting.
  • Definierte Kostenstellen und Organisationsstrukturen für eine belastbare Kostenverteilung.
  • Eine Betriebsvereinbarung zur Mitbestimmung bei der Reporting-Auswertung nach Paragraph 87 BetrVG.

Infrastruktur-Beitrag

Der Agent fügt sich als Reporting- und Entscheidungsschicht über die bestehende Lohn- und Personalsoftware ein und ersetzt weder DATEV noch SAP, sondern verdichtet ihre Daten zu prüfbaren Kennzahlen. So entsteht eine durchgängige Spur von der einzelnen Lohnbuchung bis zur testierten Sozialkennzahl im Lagebericht, die angrenzende HR-Agenten als gemeinsame Aggregations- und Audit-Grundlage mitnutzen.

Was diese Erstbewertung enthält: 9 Slides für Ihr Führungsteam

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  1. 1

    Titelfolie - Prozessname, Entscheidungspunkte, Automatisierungspotenzial

  2. 2

    Executive Summary - FTE-Freisetzung, Kosten pro Vorgang vorher/nachher, Break-Even-Datum, Kosten des Wartens

  3. 3

    Ausgangslage - Transaktionsvolumen, Fehlerkosten, Wachstumsszenario mit FTE-Vergleich

  4. 4

    Lösungsarchitektur - Mensch - Regelwerk - KI-Agent mit konkreten Entscheidungspunkten

  5. 5

    Governance - EU AI Act, Betriebsrat (§87 BetrVG), Audit Trail - mit Ampelstatus

  6. 6

    Risikoanalyse - 5 Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit, Auswirkung und Gegenmaßnahme

  7. 7

    Roadmap - 3-Phasen-Plan mit konkreten Kalenderdaten und Go/No-Go

  8. 8

    Business Case - 3-Szenarien-Vergleich (Nichtstun/Neueinstellung/Automatisierung) plus 3×3-Sensitivitätsmatrix

  9. 9

    Diskussionsvorschlag - Konkrete nächste Schritte mit Zeitplan und Verantwortlichkeiten

Enthält: 3-Szenarien-Vergleich

Nichtstun vs. Neueinstellung vs. Automatisierung - mit Ihrem Gehaltsniveau, Ihrer Fehlerquote und Ihrem Wachstumsplan. Die eine Slide, die Ihr CFO als erstes sehen will.

Berechnungsmethodik anzeigen

Stundensatz: Jahresgehalt (Ihre Eingabe) × 1,3 AG-Anteil ÷ 1.720 Jahresarbeitsstunden

Einsparung: Vorgänge × 12 × Automatisierungsrate × Minuten/Vorgang × Stundensatz × Economic Factor

Qualitäts-ROI: Fehlerreduktion × Vorgänge × 12 × EUR 260/Fehler (APQC Open Standards Benchmarking)

FTE: Eingesparte Stunden ÷ 1.720 Jahresarbeitsstunden

Break-Even: Benchmark-Investition ÷ monatliche Gesamteinsparung (Effizienz + Qualität)

Neueinstellung: Jahresgehalt × 1,3 + EUR 12.000 Recruiting pro FTE

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Lohnbuchhaltungs-Agent

Aus jeder Entgeltabrechnung wird ein FiBu-Buchungssatz, der zeigt, wer ihn verantwortet - Regelwerk, KI-Vorschlag oder menschliche Freigabe, unveränderbar protokolliert.

W
Readiness: 84-91%
Economic: 81-88%
Governance: 78-85%
Micro-Decisions: 9
Monatlich

Lohnprozess-Agent

Aus jedem Lohnschritt wird ein nachvollziehbarer Vorgang, der seinen Entscheider offenlegt: Regelwerk, KI-Indikator oder Mensch, unveränderbar protokolliert.

W
Readiness: 86-93%
Economic: 84-91%
Governance: 76-83%
Micro-Decisions: 15
Monatlich

HR-Steuer-SV-Stammdaten-Agent

Steuer- und SV-Stammdaten sauber gepflegt, bevor die Lohnabrechnung läuft: ELStAM nach §39e EStG, Krankenkassen-Wahl mit Wahlrechts-Beratung, Steuerklassen-Wechsel nach §38b EStG und Konfession samt Kirchensteuer nach §51a EStG. Die monatliche Lohnsteuer-Anmeldung §41a EStG und der DEÜV-Datentransfer laufen im Lohnsteuer-Agent.

W D
Readiness: 84-91%
Economic: 81-88%
Governance: 76-83%
Micro-Decisions: 15
Monatlich

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich der HR-Reporting-Agent von einem People-Analytics-Dashboard?

Ein Dashboard zeigt das Ergebnis, dieser Agent zeigt zusätzlich, wer jede Zahl verantwortet und wie sie entstanden ist. Jede Kennzahl trägt ihren Daten- und Berechnungsweg mit sich, sodass sie vor Wirtschaftsprüfer, Betriebsrat und Datenschutzbehörde standhält statt nur überzeugend auszusehen.

Ab welcher Unternehmensgröße ist die CSRD-Sozialberichterstattung überhaupt Pflicht?

Nach dem im Dezember 2025 beschlossenen Omnibus-Paket gilt die CSRD nur noch für Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitenden und über 450 Millionen Euro Umsatz. Wer darunter liegt, kann die Sozialkennzahlen freiwillig nutzen, etwa als Vorbereitung auf die Entgelttransparenz.

Was bedeutet die EU-Entgelttransparenz-Richtlinie konkret für das Reporting?

Die Richtlinie ist bis zum 7. Juni 2026 umzusetzen und verlangt eine geschlechterbezogene Entgeltberichterstattung. Ab einer gemeldeten Lohnlücke von mehr als 5 Prozent ohne sachliche Rechtfertigung droht eine gemeinsame Entgeltbewertung mit der Arbeitnehmervertretung.

Wie wird der Datenschutz der Mitarbeitenden in den Auswertungen sichergestellt?

Reports entstehen ausschließlich aus anonymisierten Aggregaten mit fester Mindest-Gruppengröße, sodass kein Rückschluss auf Einzelpersonen möglich ist. Besonders geschützte Merkmale nach Artikel 9 DSGVO werden regelbasiert ausgeschlossen, bevor überhaupt aggregiert wird.

Braucht die Einführung eine Betriebsvereinbarung?

Ja, ein System das Personaldaten aggregiert und auswertet ist nach Paragraph 87 BetrVG mitbestimmungspflichtig. Genau deshalb ist die Architektur darauf ausgelegt, dass die KI nur Hinweise gibt und nie entscheidet, was die Zustimmung des Betriebsrats erheblich erleichtert.

Übernimmt der Agent auch die Lohnsteuer-Anmeldung und die Sozialversicherungsmeldungen?

Nein, die Übermittlung an Finanzamt und Sozialversicherungsträger gehört zum Lohnsteuer-Agent. Dieser Agent verwandelt die fertigen Lohndaten in Management- und Nachhaltigkeits-Reports und setzt eine abgeschlossene Abrechnung als Datenquelle voraus.

Was passiert als Nächstes?

1

30 Minuten

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