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EU AI Act: Nicht Hochrisiko

Compensation-Benchmarking-Agent

Aus jedem Gehalts-Benchmark wird eine nachprüfbare Pay-Entscheidung, die zeigt, wer sie verantwortet - Regelwerk, KI-Indikator oder Mensch, auf belastbarer Rechtsgrundlage.

Pay-Equity-Benchmark mit Decision Layer: Regelwerk rechnet, KI liefert den Gap-Indikator, der Mensch entscheidet jedes Gehalt - belegbar vor Gericht.

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Im Streitfall trägt der Arbeitgeber die Beweislast - kann Ihre Dokumentation sie tragen?

Einen Gehalts-Benchmark zu rechnen ist gelöst; beweisen zu können, wer jede Pay-Entscheidung verantwortet hat, ist es nicht. Der Agent trennt die Vergütungs-Arbeit in drei klar getrennte Quellen: deterministisches Regelwerk, KI-Indikator und menschliche Letztentscheidung - und protokolliert jede Entscheidung mit ihrer Rechtsgrundlage.

Ergebnis: Trägt ein Beschäftigter Indizien für eine geschlechtsbedingte Entgeltlücke vor, kehrt sich nach Paragraph 22 AGG die Beweislast um - dann muss der Arbeitgeber belegen, dass nicht das Geschlecht den Unterschied erklärt. Wer das nicht zeilengenau dokumentiert hat, verliert (Stand: Mai 2026). Der Agent lässt diesen Nachweis zur Laufzeit entstehen, statt ihn im Streitfall rekonstruieren zu müssen.

58% Regelwerk
21% KI-Agent
21% Mensch

Die Architektur folgt daraus, dass jede Pay-Entscheidung genau einer dieser drei Quellen zugeordnet und mit ihrer Rechtsgrundlage protokolliert sein muss:

Der Pay Gap ist berechenbar. Wer das Gehalt entscheidet, muss ein Mensch bleiben.

Jedes Tool rechnet den Gap. Keines beweist, wer das Gehalt verantwortet.

Mercer, WTW, Personio, beqom - jedes dieser Systeme berechnet Ihnen eine Gehaltsspanne und einen Gender Pay Gap und generiert einen Report. Das ist seit Jahren der Markt. Die Frage, an der eine Entgeltdiskriminierungs-Klage und ein Mitbestimmungs-Verfahren wirklich hängen, beantwortet keines dieser Dashboards: Wer hat diese eine Entgelt-Entscheidung verantwortet, auf welcher Rechtsgrundlage - und können Sie das einem Arbeitsgericht zeilengenau belegen?

Dieser Agent folgt dem Decision Layer-Prinzip: Jede Pay-Entscheidung ist entweder regelbasiert, ein KI-Indikator oder eine menschliche Letztentscheidung - klar getrennt und mit ihrer Rechtsgrundlage protokolliert. Nach EU AI Act ist er kein Hochrisiko-System, weil er kein Gehalt über einen Menschen entscheidet. Seine Anforderungen kommen aus dem Arbeits- und Datenschutzrecht, und die sind hart genug.

Gehalts-Benchmarking: wo die Pay-Equity-Prüfung wirklich klemmt

Der Anlass ist messbar und politisch zugleich. Der unbereinigte Gender Pay Gap in Deutschland lag 2024 bei 16 Prozent - Frauen verdienten im Schnitt 22,24 Euro brutto je Stunde, Männer 26,34 Euro. Selbst bereinigt um Qualifikation, Tätigkeit und Erwerbsbiografie bleiben laut Destatis rund 6 Prozent unerklärt. Dieser bereinigte Rest ist genau der Bereich, in dem rechtliches Risiko entsteht - und er klemmt an drei Stellen:

  • Die Berechnung. Den unerklärten Anteil eines Entgeltunterschieds sauber zu isolieren, verlangt eine multivariate Regression über Erfahrung, Funktion, Region und Leistung. Das ist Statistik, keine Excel-Pivot - und heute oft Handarbeit eines externen Beraters einmal im Jahr.
  • Die Auskunft. Der individuelle Auskunftsanspruch nach Paragraph 12 EntgTranspG besteht in Betrieben mit in der Regel mehr als 200 Beschäftigten und entfällt, wenn die Vergleichsgruppe weniger als sechs Personen des anderen Geschlechts umfasst; die Auskunft ist nach Paragraph 15 Abs. 3 EntgTranspG binnen drei Monaten zu erteilen. Jede dieser Bedingungen ist eine Regel, die heute manuell geprüft wird.
  • Der Nachweis. Die Dokumentation, wer welchen Gap wie bewertet hat, veraltet - bis ein Beschäftigter oder ein Gericht danach fragt.

Der Einsatz ist real: Legt eine beschäftigte Person Indizien für eine geschlechtsbedingte Benachteiligung dar, kehrt sich nach Paragraph 22 AGG die Beweislast um. Das Bundesarbeitsgericht hat 2023 bestätigt, dass ein höheres Gehalt eines männlichen Kollegen für gleiche Arbeit als Indiz genügt - Verhandlungsgeschick rechtfertigt die Lücke nicht (BAG, Urteil vom 16. Februar 2023, 8 AZR 450/21). Diese Klage ist keine Frage des Ob, sondern des Wann.

Drei Quellen, klar getrennt: wer entscheidet was

Die meisten Anbieter sagen, ein Mensch bleibe “im Prozess”, und kleben ein Compliance-Siegel daneben. Beides bleibt eine schwarze Box. Der Agent macht stattdessen für jede Entscheidung sichtbar, aus welcher von drei Quellen sie stammt:

QuelleWas sie entscheidetBeispiel aus dem Pay Benchmarking
Regelwerk (R)Alles Deterministische, kein ErmessenSchwelle nach Paragraph 12 EntgTranspG, Median-Vergleichsentgelt, Mindestlohn-Prüfung
KI-Indikator (A)Markiert Unerklärtes, entscheidet nieunerklärter Rest-Gap aus der Regression, Vorschlag für eine Vergleichsgruppe
Mensch (H)Letztentscheidung und Rechtsbeurteilungkonkrete Gehaltsanpassung, Rechtfertigung eines Gaps, Einigung mit dem Betriebsrat

Der Agent ist also überwiegend ein deterministischer Auskunfts- und Prüfmotor, mit KI nur als Indikator an den Rändern und einem festen menschlichen Entscheidungs-Gate. Das ist die ehrliche Antwort auf den naheliegenden Einwand “darf eine KI über Gehalt entscheiden?” - und genau das, was Art. 22 DSGVO verlangt. Wichtig dabei: Wer eine Anpassung freigibt, sieht jeden KI-Indikator als solchen markiert, mit Konfidenz und zugrunde liegenden Faktoren, bevor er entscheidet. Die menschliche Letztentscheidung greift damit auf den KI-Anteil, nicht an ihm vorbei. Wie diese Schicht architektonisch durchgreift, zeigt der Decision Layer.

Die Beweislast entsteht zur Laufzeit, nicht im Nachhinein

Ein Gap-Befund, der aus einem Modell ohne integrierten Nachweis kommt, ist im Streitfall wertlos: Er ist nicht reproduzierbar, und es ist nicht dokumentiert, welche Faktoren und Daten ihn erzeugt haben. Die Beweislastumkehr nach Paragraph 22 AGG verlangt aber genau das Gegenteil - den belastbaren Nachweis, dass nicht das Geschlecht einen Unterschied erklärt.

Deshalb trägt beim Agenten jede Entscheidung ihren Nachweis bei sich: die angewandte Regelversion oder der Indikator, die zugrunde liegenden Daten, die Begründung, der Zeitstempel und die Rechtsgrundlage - protokolliert und nicht nachträglich änderbar. Für eine Auskunft nach dem Entgelttransparenzgesetz ist belegt, dass die Vergleichsgruppe die Mindestgröße von sechs Personen nach Paragraph 12 Abs. 3 EntgTranspG erfüllte und der Median korrekt berechnet wurde. Für eine Pay-Equity-Prüfung ist dokumentiert, welche objektiven Faktoren in die Regression eingingen und welcher Mensch den Rest-Gap fachlich bewertet hat.

Der Hebel dahinter: Fehlt dieser Nachweis im Prozess, trägt der Arbeitgeber die Beweislast - und verliert sie, wenn er die objektiven Gründe nicht belegen kann (Stand: Mai 2026). Eine zur Laufzeit entstehende Dokumentation nimmt dieser Eskalation die Grundlage.

Ehrlicher Umsetzungsstand statt Fristen-Marketing

Wettbewerber-Marketing suggeriert pauschal eine neue Pflicht “ab Juni 2026”. Das hält einer juristischen Prüfung nicht stand. Korrekt ist: Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie 2023/970 setzt die Umsetzungsfrist auf den 7. Juni 2026, doch die deutsche Umsetzung ist verspätet - ein Umsetzungsgesetz ist noch nicht in Kraft (Stand: Mai 2026). Bis dahin wenden Gerichte das bestehende Recht richtlinienkonform an; die gestaffelten Reporting-Pflichten greifen ab dem 7. Juni 2027, beginnend bei Organisationen ab 250 Beschäftigten.

Der Agent bildet genau diesen Stand ab. Er behauptet keine geltende Pflicht, die rechtlich noch nicht greift, sondern unterscheidet zwischen heute geltendem Recht (Entgelttransparenzgesetz, AGG, BetrVG, DSGVO) und künftigen Stichtagen, die er als geplant kennzeichnet. Diese Präzision ist der Vertrauens-Hebel: Wer vor dem Betriebsrat und dem Vorstand besteht, kann sich keine Marketing-Behauptung leisten, die einer Prüfung nicht standhält.

Über Mercer und SAP, nicht statt ihnen

Der Agent konkurriert nicht mit Ihrem Compensation-System. Gegen die etablierten Marktdaten- und HCM-Anbieter auf deren Achse anzutreten wäre aussichtslos - dort entscheiden Datentiefe und Integration. Der Agent legt sich als Entscheidungs- und Nachweis-Schicht darüber: Job-Architektur und Vergütungsdaten bleiben in SAP SuccessFactors, Workday oder Personio, die Marktdaten kommen weiter von Mercer oder WTW, und er macht die Pay-Entscheidungen darüber prüfbar.

Was hinzukommt, ist nicht ein weiteres Dashboard, sondern die Antwort auf die Frage, an der die Mitbestimmung und die Beweislast hängen: Für jede Entscheidung lässt sich sagen, wer sie verantwortet hat, und es ist mit Rechtsgrundlage belegt. Das ist die Aussage, die ein Betriebsrat unterschreiben kann, bevor sie dem Vorstand präsentiert wird.

Der nächste Schritt ist keine Software-Einführung, sondern eine Bestandsaufnahme: Wo in Ihrem Vergütungsprozess sitzt heute die manuelle Pay-Equity-Prüfung, und wie belastbar ist die Dokumentation dahinter, wenn morgen eine Auskunft oder eine Klage kommt?

Auf einen Blick

  • Was er tut: liefert deterministische Pay-Auskünfte und einen statistischen Gap-Indikator und protokolliert jede Pay-Entscheidung mit ihrer Rechtsgrundlage
  • Klassifikation: kein EU-AI-Act-Hochrisiko-System (entscheidet kein Gehalt, unterstützt die Prüfung)
  • Entscheidungslogik: überwiegend Regelwerk, KI nur als Indikator, Letztentscheidung beim Menschen (Art. 22 DSGVO)
  • Compliance-Anker: Auskunftsanspruch nach Paragraph 12 EntgTranspG, Beweislast nach Paragraph 22 AGG, Mitbestimmung nach Paragraph 87 BetrVG, EU-Richtlinie 2023/970 (Stand: Mai 2026)
  • Integration: Schicht über SAP SuccessFactors, Workday, Personio sowie Mercer- und WTW-Marktdaten - kein Ersatz
  • Streitfall: jede Auskunft und jeder Gap-Befund bis zu Faktoren und Rechtsgrundlage rückverfolgbar

Micro-Decision-Tabelle

Wer entscheidet bei diesem Agent?

14 Entscheidungsschritte, aufgeteilt nach Decider

58%(8/14)
Regelwerk
deterministisch
21%(3/14)
KI-Agent
modellbasiert mit Confidence
21%(3/14)
Mensch
explizit zugewiesen
Mensch
Regelwerk
KI-Agent
Jede Zeile ist eine Entscheidung. Aufklappen zeigt die Entscheidungsakte und ob man anfechten kann.
Lohnuntergrenze pro Stelle prüfen Erreicht jede Vergütung den gesetzlichen Mindestlohn und einen einschlägigen Branchen-Mindestlohn? Regelwerk

Der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro je Stunde seit dem 1. Januar 2026 (Stand: Mai 2026, BMAS; 14,60 Euro ab 1. Januar 2027) ist eine feste Schwelle, die deterministisch gegen jeden Stundensatz geprüft wird.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Auskunftsanspruch-Schwelle bestimmen Besteht im Betrieb überhaupt ein individueller Auskunftsanspruch zum Vergleichsentgelt? Regelwerk

Der Anspruch nach Paragraph 12 EntgTranspG greift nur bei in der Regel mehr als 200 Beschäftigten beim selben Arbeitgeber - eine reine Schwellenwert-Regel.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Vergleichsgruppe auf Mindestgröße prüfen Darf zu einer angefragten Tätigkeit überhaupt eine Vergleichsauskunft erteilt werden? Regelwerk

Paragraph 12 Abs. 3 EntgTranspG verbietet die Auskunft, wenn die Vergleichsgruppe weniger als sechs Beschäftigte des anderen Geschlechts umfasst.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Median-Vergleichsentgelt berechnen Welches Median-Entgelt der Vergleichsgruppe wird als Auskunft ausgewiesen? Regelwerk

Die Berechnung des Median-Vergleichsentgelts nach den Paragraphen 11 und 12 EntgTranspG ist eine feste statistische Rechenvorschrift ohne Ermessen.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Antwortfrist auf den Auskunftsanspruch führen Bis wann muss die Auskunft beantwortet sein? Regelwerk

Die Drei-Monats-Frist für die Auskunft nach Paragraph 15 Abs. 3 EntgTranspG ist ein festes Datum, das deterministisch überwacht wird (Stand: Mai 2026).

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Reporting-Pflicht der EU-Richtlinie zuordnen Welche Berichtspflicht greift ab welcher Beschäftigtenzahl und welchem Stichtag? Regelwerk

Die gestaffelten Schwellen der EU-Entgelttransparenzrichtlinie 2023/970 sind feste Datums- und Größenregeln, kein Ermessensspielraum (Stand: Mai 2026).

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Pay Range für eine Stellenausschreibung erzeugen Welche Gehaltsspanne wird vorab für eine ausgeschriebene Stelle ausgewiesen? Regelwerk

Die Spanne wird regelbasiert aus interner Verteilung und Marktdaten der angebundenen Anbieter abgeleitet, wie es Art. 5 der Richtlinie 2023/970 künftig verlangt (mit nationaler Umsetzung der RL 2023/970; Stand: Mai 2026).

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Mitbestimmungs-Pflicht bei Entgeltänderung erkennen Löst eine Änderung an Pay Bands oder Bonus-Logik die Mitbestimmung des Betriebsrats aus? Regelwerk

Ob Paragraph 87 Abs. 1 Nr. 10 oder Nr. 11 BetrVG greift, ergibt sich aus dem Gegenstand der Änderung und ist eine eindeutige Subsumtions-Regel.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Interne Stelle einer Vergleichsgruppe zuordnen Zu welcher Job-Familie und Vergleichsgruppe gehört eine interne Stellenbezeichnung? KI-Agent WP/BP

Das Modell schlägt bei uneindeutigen Titeln eine Vergleichsgruppe samt Konfidenz vor; der Vorschlag wird geprüft und nie ungeprüft übernommen.

Entscheidungsakte

Modell-Version und Confidence Score
Eingabedaten und Klassifikationsergebnis
Entscheidungsgrund (Erklärbarkeit)
Audit Trail mit vollständiger Nachvollziehbarkeit

Anfechtbar: Ja - vollständig dokumentiert, durch Menschen überprüfbar, Einspruch über formalen Prozess.

Anfechtbar durch: WP/BP

Unerklärten Gender Pay Gap identifizieren Welcher Anteil eines gemessenen Entgeltunterschieds bleibt nach objektiven Faktoren unerklärt? KI-Agent WP/BP

Die multivariate Regression liefert einen Indikator für einen möglicherweise diskriminierenden Rest-Gap, nicht eine fertige Bewertung der Rechtslage.

Entscheidungsakte

Modell-Version und Confidence Score
Eingabedaten und Klassifikationsergebnis
Entscheidungsgrund (Erklärbarkeit)
Audit Trail mit vollständiger Nachvollziehbarkeit

Anfechtbar: Ja - vollständig dokumentiert, durch Menschen überprüfbar, Einspruch über formalen Prozess.

Anfechtbar durch: WP/BP

Bonus-Pool-Verteilung vorschlagen Wie ließe sich ein Bonus-Pool unter Berücksichtigung von Leistung und Pay-Equity verteilen? KI-Agent WP/BP

Das Modell erstellt einen Verteilungs-Vorschlag mit Pay-Equity-Hinweisen; die Festlegung trifft die Führungskraft, nicht der Algorithmus.

Entscheidungsakte

Modell-Version und Confidence Score
Eingabedaten und Klassifikationsergebnis
Entscheidungsgrund (Erklärbarkeit)
Audit Trail mit vollständiger Nachvollziehbarkeit

Anfechtbar: Ja - vollständig dokumentiert, durch Menschen überprüfbar, Einspruch über formalen Prozess.

Anfechtbar durch: WP/BP

Gemessenen Gap fachlich rechtfertigen oder anpassen Ist ein gemessener Entgeltunterschied durch objektive Kriterien gerechtfertigt - oder muss korrigiert werden? Mensch

Diese Bewertung trägt die Beweislast nach Paragraph 22 AGG und ist eine juristisch-fachliche Letztentscheidung, die kein Modell übernehmen darf.

Entscheidungsakte

Entscheider-ID und Rolle
Begründung der Entscheidung
Zeitstempel und Kontext

Anfechtbar: Ja - über Vorgesetzten, Betriebsrat oder formalen Einspruch.

Konkrete Gehaltsanpassung für eine Person festlegen Wird das Gehalt oder der Bonus einer bestimmten Person tatsächlich angepasst? Mensch

Eine Entgelt-Entscheidung mit erheblicher Wirkung darf nach Art. 22 DSGVO nicht allein automatisiert ergehen - der Mensch entscheidet.

Entscheidungsakte

Entscheider-ID und Rolle
Begründung der Entscheidung
Zeitstempel und Kontext

Anfechtbar: Ja - über Vorgesetzten, Betriebsrat oder formalen Einspruch.

Einigung mit dem Betriebsrat herbeiführen Wie wird die Einigung über Entgeltgrundsätze mit dem Betriebsrat erzielt? Mensch

Die Mitbestimmung nach Paragraph 87 BetrVG ist Gremien-Sache; der Agent liefert die Datengrundlage, die Einigung verhandeln Menschen.

Entscheidungsakte

Entscheider-ID und Rolle
Begründung der Entscheidung
Zeitstempel und Kontext

Anfechtbar: Ja - über Vorgesetzten, Betriebsrat oder formalen Einspruch.

Entscheidungsakte und Anfechtbarkeit

Jede Entscheidung, die dieser Agent trifft oder vorbereitet, wird in einer vollständigen Entscheidungsakte dokumentiert. Betroffene Mitarbeitende können jede einzelne Entscheidung einsehen, nachvollziehen und anfechten.

Welche Regel in welcher Version wurde angewandt?
Welche Daten lagen der Entscheidung zugrunde?
Wer (Mensch, Regelwerk oder KI) hat entschieden - und warum?
Wie kann die betroffene Person Einspruch einlegen?
So setzt der Decision Layer das architektonisch um →

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Governance-Hinweise

EU AI Act: Nicht Hochrisiko
Dieser Agent ist kein Hochrisiko-System nach EU AI Act: Er trifft keine Entgelt-Entscheidung über einen Menschen, sondern liefert deterministische Auskünfte und einen statistischen Indikator. Die hohen Anforderungen kommen aus dem Arbeits- und Datenschutzrecht. Der entscheidende Punkt ist die Beweislast: Legt eine beschäftigte Person Indizien für eine geschlechtsbedingte Entgeltlücke dar, muss nach Paragraph 22 AGG der Arbeitgeber das Gegenteil beweisen (Stand: Mai 2026). Der Agent begegnet dem strukturell. Die Schwellenwert-Prüfungen, die Berechnung des Median-Vergleichsentgelts und die Mindestlohn-Kontrolle laufen über ein versioniertes Regelwerk. Die multivariate Regression liefert nur einen Indikator für einen unerklärten Gap und entscheidet nichts. Und jede konkrete Gehaltsanpassung bleibt beim Menschen, wie es Art. 22 DSGVO fordert. Weil Entgelt-, Leistungs- und demografische Daten verarbeitet werden, gelten der Beschäftigtenkontext nach Art. 88 DSGVO und die Pflicht zur Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO; Verstöße können mit Bußgeldern bis 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden (Stand: Mai 2026). Eine Entgelt-Entscheidung durch das Modell ist ausgeschlossen.

Bewertung

Agent Readiness 66-73%
Governance-Komplexität 71-78%
Economic Impact 56-63%
Leuchtturm-Wirkung 34-41%
Implementation Complexity 38-45%
Transaktionsvolumen Jährlich

Voraussetzungen

  • Eine gepflegte Job-Architektur mit Job-Familien, Leveln und einer Zuordnung interner Titel zu Vergleichsgruppen
  • Lesezugriff auf Vergütungs- und Stammdaten aus dem führenden System (etwa SAP SuccessFactors, Workday oder Personio)
  • Eine lizenzierte externe Marktdaten-Quelle als Vergleichsbasis, datenschutzkonform angebunden
  • Wo ein Betriebsrat besteht: ein Mitbestimmungs-Prozess für Entgeltgrundsätze nach Paragraph 87 Abs. 1 Nr. 10 BetrVG
  • Eine Datenschutz-Folgenabschätzung für die Pay-Equity-Auswertung nach Art. 35 DSGVO

Infrastruktur-Beitrag

Die Job-Architektur - welche interne Stelle zu welcher Vergleichsgruppe und welchem Level gehört - wird einmal gepflegt und von angrenzenden Agenten mitgenutzt, etwa für Nachfolgeplanung oder Skills-basierte Vergütungs-Differenzierung. Die Audit-Engine, die jede Pay-Entscheidung mit Quelle, Eingabe, Begründung und Rechtsgrundlage protokolliert, bildet dieselbe Grundlage für alle Agenten, die in sensible Personalprozesse eingreifen. Und die zur Laufzeit entstehende Verfahrensdokumentation wird zum gemeinsamen Standard, sobald mehrere Agenten Entscheidungen mit Mitbestimmungs- oder Datenschutz-Bezug treffen.

Was diese Erstbewertung enthält: 9 Slides für Ihr Führungsteam

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  1. 1

    Titelfolie - Prozessname, Entscheidungspunkte, Automatisierungspotenzial

  2. 2

    Executive Summary - FTE-Freisetzung, Kosten pro Vorgang vorher/nachher, Break-Even-Datum, Kosten des Wartens

  3. 3

    Ausgangslage - Transaktionsvolumen, Fehlerkosten, Wachstumsszenario mit FTE-Vergleich

  4. 4

    Lösungsarchitektur - Mensch - Regelwerk - KI-Agent mit konkreten Entscheidungspunkten

  5. 5

    Governance - EU AI Act, Betriebsrat (§87 BetrVG), Audit Trail - mit Ampelstatus

  6. 6

    Risikoanalyse - 5 Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit, Auswirkung und Gegenmaßnahme

  7. 7

    Roadmap - 3-Phasen-Plan mit konkreten Kalenderdaten und Go/No-Go

  8. 8

    Business Case - 3-Szenarien-Vergleich (Nichtstun/Neueinstellung/Automatisierung) plus 3×3-Sensitivitätsmatrix

  9. 9

    Diskussionsvorschlag - Konkrete nächste Schritte mit Zeitplan und Verantwortlichkeiten

Enthält: 3-Szenarien-Vergleich

Nichtstun vs. Neueinstellung vs. Automatisierung - mit Ihrem Gehaltsniveau, Ihrer Fehlerquote und Ihrem Wachstumsplan. Die eine Slide, die Ihr CFO als erstes sehen will.

Berechnungsmethodik anzeigen

Stundensatz: Jahresgehalt (Ihre Eingabe) × 1,3 AG-Anteil ÷ 1.720 Jahresarbeitsstunden

Einsparung: Vorgänge × 12 × Automatisierungsrate × Minuten/Vorgang × Stundensatz × Economic Factor

Qualitäts-ROI: Fehlerreduktion × Vorgänge × 12 × EUR 260/Fehler (APQC Open Standards Benchmarking)

FTE: Eingesparte Stunden ÷ 1.720 Jahresarbeitsstunden

Break-Even: Benchmark-Investition ÷ monatliche Gesamteinsparung (Effizienz + Qualität)

Neueinstellung: Jahresgehalt × 1,3 + EUR 12.000 Recruiting pro FTE

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Compensation-Benchmarking-Agent

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Economic: 58-65%
Governance: 34-41%
Micro-Decisions: 10
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Merit-Cycle-Governance-Agent

Jede Gehaltsrunde wird zur auditierbaren Entscheidungskette: Compa-Ratio-Validierung und Equity-Audit machen Ungleichbehandlung sichtbar, während die finale Vergütungs-Entscheidung beim Menschen bleibt - statt Spreadsheet-Ping-Pong, das den Gender-Pay-Gap erst im Klagefall offenlegt.

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EU AI Act III(4)(b): Hochrisiko
Readiness: 66-73%
Economic: 74-81%
Governance: 68-75%
Micro-Decisions: 14
Jährlich

Häufige Fragen

Entscheidet die KI über Gehälter?

Nein. Die Schwellenwert-Prüfungen und die Berechnung des Median-Vergleichsentgelts folgen einem versionierten Regelwerk. Die KI liefert ausschließlich einen Indikator für einen unerklärten Gender Pay Gap und Vorschläge für eine Verteilung. Jede konkrete Gehaltsanpassung trifft ein Mensch - so verlangt es Art. 22 DSGVO.

Warum ist das kein EU-AI-Act-Hochrisiko-System?

Der Agent trifft keine Entgelt-Entscheidung über einen Menschen, sondern unterstützt die Pay-Equity-Prüfung mit Auskünften und einem statistischen Indikator. Die Compliance-Last kommt aus dem Arbeits- und Datenschutzrecht, nicht aus dem EU AI Act. Weil Entgelt- und demografische Daten besonders sensibel sind, läuft die Verarbeitung auf EU-Infrastruktur, und eine Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO ist Teil des Setups.

Ab wann gilt die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in Deutschland?

Die EU-Frist zur Umsetzung ist der 7. Juni 2026. Die deutsche Umsetzung wird diese Frist voraussichtlich nicht einhalten - ein Umsetzungsgesetz ist noch nicht in Kraft (Stand: Mai 2026, Basis: Abschlussbericht der Umsetzungskommission Oktober 2025 und übereinstimmende Kanzlei-Einschätzungen). Bis dahin gilt das bestehende Recht richtlinienkonform; die gestaffelten Reporting-Pflichten greifen ab dem 7. Juni 2027. Der Agent bildet diesen ehrlichen Stand ab, statt eine pauschale Pflicht ab Juni 2026 zu behaupten.

Was bedeutet die Beweislastumkehr nach Paragraph 22 AGG für uns?

Legt eine beschäftigte Person Indizien für eine Benachteiligung wegen des Geschlechts dar, etwa einen statistisch auffälligen Entgeltunterschied, muss der Arbeitgeber beweisen, dass nicht das Geschlecht den Unterschied erklärt. Das Bundesarbeitsgericht hat 2023 bestätigt, dass ein höheres Gehalt eines männlichen Kollegen für gleiche Arbeit als Indiz ausreicht; Verhandlungsgeschick rechtfertigt die Lücke nicht. Genau dafür dokumentiert der Agent zu jeder Entscheidung die objektiven Faktoren und die Rechtsgrundlage.

Greift der Betriebsrat bei der Einführung mit?

Ja, und das ist eingeplant. Entgeltgrundsätze und leistungsbezogene Entgelte unterliegen der erzwingbaren Mitbestimmung nach Paragraph 87 Abs. 1 Nr. 10 und Nr. 11 BetrVG. Pay Bands und Bonus-Logik sind damit zustimmungspflichtig. Der Agent liefert die Datengrundlage und macht jede Entscheidung nachvollziehbar - die Einigung selbst bleibt Sache von Gremium und Arbeitgeber, notfalls über die Einigungsstelle.

Ersetzt der Agent unser Compensation-Tool von SAP oder Workday?

Nein. Der Agent legt sich als Entscheidungs- und Nachweis-Schicht über das bestehende System. Job-Architektur und Vergütungsdaten bleiben dort, wo sie sind; angebunden werden sie lesend. Was hinzukommt, ist nicht ein weiteres Dashboard, sondern die belastbare Antwort auf die Frage, wer jede Pay-Entscheidung verantwortet hat und auf welcher Grundlage.

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