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203er-Modellkatalog

Mistral OCR für Kanzleien und Berufsgeheimnisträger

Modell von Mistral AI. Der 203er-Status hängt an der Kombination aus Modell und Bezugsweg, nie am Modell allein - diese Seite weist ihn je Bezugsweg aus, mit Datenregion, Drittland-Exposition und Preisklasse.

Was ist Mistral OCR?

Mistral OCR liest Dokumente aus - gescannte Schriftsätze, Rechnungen, Tabellen, handschriftliche Vermerke - und gibt strukturierten Text zurück, samt Layout. Der Anbieter führt die Stufe als Mistral OCR (25.05). Für Kanzleien ist das der Schritt vor jeder inhaltlichen Arbeit: Solange die Akte nur als Scan vorliegt, kann kein Modell mit ihr arbeiten. Über uns läuft der Dienst in einem niederländischen Rechenzentrum der Plattform, unter der gezeichneten Verschwiegenheitsvereinbarung des Betreibers und der eigenen Abs.-4-Urkunde der Gosign GmbH.

Den Vergleich über alle geführten Modelle zeigt der 203er-Modellkatalog; die berufsgruppenübergreifende Rechtslage ordnet die Übersichtsseite KI für Berufsgeheimnisträger.

203er-Status

Der Status gilt für den Bezug über uns. Grundlage ist die Bezugsweg-Betrachtung nach der DAV-Linie (SN 32/2025) - gerichtlich ist die Frage nicht abschließend geklärt.

Status über uns
gedeckt
Verarbeitung
Drittland
Berufsrechtliche Einordnung
Auslandsschranke bleibt eigene Prüfung: europäischer Modellhersteller, US-Konzern als Plattform-Betreiber - Art.-44-Baustein Pflicht.

Preisklasse: nutzungsbasiert - API-Preismodell des jeweiligen Plattform-Anbieters.

Stärken und Grenzen im Kanzlei-Einsatz

Stärken

  • Auslesen von Scans, Belegen und Tabellen mit Layout-Erhalt - der Vorschritt für jede Aktenarbeit
  • Verarbeitung in der EU und in den Niederlanden zugesagt, europäischer Modellhersteller
  • Von der dienstgebundenen § 203-Vereinbarung des Plattform-Betreibers erfasst

Grenzen

  • Eine OCR-Strecke schickt vollständige Akten durch den Dienst, nicht Auszüge - eine Redaktion vorab ist hier praktisch nicht möglich, umso wichtiger ist die Vertragslage
  • Der Plattform-Betreiber ist ein US-Konzern - die CLOUD-Act-Exposition bleibt trotz europäischen Modellherstellers
  • Reichweite der Protokollierungs-Ausnahme für Modelle Dritter ist aus öffentlich abrufbaren Dokumenten nicht belegbar (Stand 2026-08-17)
  • Erkennungsfehler bei Handschrift und schlechten Scans bleiben - Zahlen und Fristen aus einem OCR-Lauf sind gegenzulesen
  • Der globale Endpunkt der Plattform gibt keine Residenz-Garantie - dieselben Modelle sind dort ebenfalls aufrufbar. Die EU-Bindung ist deshalb eine Konfigurations-Auflage: Der globale Endpunkt wird per Organisationsrichtlinie gesperrt, sonst ist die EU-Zusage eine Einstellungsfrage statt einer Eigenschaft.

Typische Aufgaben - Einstieg über die Fähigkeitsklasse

Wer über die Aufgabe statt über den Modellnamen einsteigt, findet auf den Fähigkeitsklassen-Seiten alle dafür geführten Modelle im Vergleich.

auf Anfrage als dedizierte Instanz

Und im Produkt?

Dieses Modell steht nicht im Standard-Angebot der Kanzlei-Instanz, wir richten es auf Anfrage als dedizierte Instanz ein - auf Hardware, die ausschließlich Ihrer Kanzlei zur Verfügung steht.

Auf veryai.de: was Mistral OCR in Ihrer Kanzlei-Instanz leistet veryai.de ist das Produkt der Gosign GmbH - Sie bleiben im selben Haus. Die berufsrechtliche Einordnung bleibt auf dieser Seite.

Woher die Einordnung stammt

Jede Aussage auf dieser Seite ist gegen die Dokumentation des jeweiligen Herstellers und Plattform-Anbieters geprüft, mit Fundstelle und Abrufdatum. Stand der Bewertung: 2026-08-17. Die Belege je Aussage legen wir gegenüber der Kanzlei vollständig offen - das ist die Prüfbarkeit, die § 203 Abs. 4 vor der Beauftragung verlangt.

Diese Übersicht ist keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen zu Mistral OCR

Ist Mistral OCR für Kanzleien und Berufsgeheimnisträger zulässig?

Ja, beim Bezug über uns: Die Verpflichtungskette ist geschlossen - Verschwiegenheitsverpflichtung nach § 203 Abs. 4 StGB in Textform mit Belehrung, Kettenverpflichtung auf die Subunternehmer, Auftragsverarbeitungsvertrag und die technischen Zusagen zur Nicht-Speicherung. Direkt beim Hersteller bezogen ist das eine andere Lage. Grundlage ist die Bezugsweg-Betrachtung nach der DAV-Linie (SN 32/2025) - gerichtlich ist die Frage nicht abschließend geklärt.

Wie beziehen Kanzleien Mistral OCR?

Über die Gosign-Kette: Vertragspartner ist die Gosign GmbH, die Verpflichtung nach § 203 Abs. 4 StGB zeichnen wir Ihnen gegenüber, und wir verpflichten jedes weitere Glied in gleicher Weise. Welche Kette Ihr Setup konkret trägt - wer mitwirkt, wo verarbeitet wird, welches Instrument greift - legen wir vor der Beauftragung vollständig offen. Das ist die Prüfbarkeit, die § 203 Abs. 4 verlangt.

Was kostet Mistral OCR für Kanzleien?

Mistral OCR wird nutzungsbasiert über das API-Preismodell des Plattform-Anbieters abgerechnet. Was der Zugang kostet, steht offen auf den Angebots-Seiten: Paketpreise für die dedizierte Kanzlei-Instanz, Konditionen für Kunden-Tenant und Token-API - ohne Anfrage einsehbar.

Bleibt bei Mistral OCR eine Drittland-Exposition?

Ja. Für dieses Modell führt kein Weg an einer Drittland-Exposition vorbei; der Drittland-Baustein ist dann Pflichtbestandteil Ihrer Dokumentation.

Welche Kombination passt zu Ihrer Kanzlei?

Wir zeigen Bezugsweg und Modellwahl an Ihrem konkreten Setup - Größe, IT-Lage, Mandatsstruktur - als technisch-organisatorische Einordnung, nicht als Rechtsberatung.

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