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EU AI Act: Nicht Hochrisiko

Probezeit-Management-Agent

Aus jedem Eintrittsdatum wird eine Rückwärts-Frist um Tag 184, die das teure Versäumnis verhindert - Regelwerk rechnet, KI warnt, der Mensch entscheidet.

Probezeit steuern: Fristen ab Eintrittsdatum deterministisch berechnet, KI nur als Warnsignal, der Mensch entscheidet - diskriminierungsfrei belegt.

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Wer entscheidet hier über eine Trennung - und hält das vor dem Arbeitsgericht stand?

Probezeit-Fristen zu tracken ist gelöst; rechtzeitig und diskriminierungsfrei zu entscheiden ist es nicht. Der Agent trennt jeden Schritt in drei klare Quellen - das Regelwerk rechnet die Fristen und stoppt bei Schutzkonstellationen, die KI warnt früh, der Mensch bewertet und entscheidet.

Ergebnis: Wer am Tag 179 mit zwei Wochen Frist kündigt, endet am Tag 193 - nach Ablauf der sechsmonatigen Wartezeit. Damit greift das Kündigungsschutzgesetz: aus einer formfreien Trennung wird ein Kündigungsschutzprozess mit Begründungspflicht und Drei-Wochen-Klagefrist. Ein einziges verpasstes Datum dreht die Rechtslage um.

75% Regelwerk
8% KI-Agent
17% Mensch

Die Architektur folgt daraus, dass jede Mikroentscheidung genau einer Quelle zugeordnet und nachvollziehbar protokolliert sein muss:

Die Probezeit-Frist zu kennen ist einfach. Sie um einen Tag zu verpassen ist teuer.

Jedes HR-System erinnert an den Termin. Keines beweist, dass die Trennung hielt.

Personio, SAP, Workday - jedes dieser Systeme schickt eine Erinnerung, wenn ein Probezeit-Termin naht. Das ist seit Jahren Standard. Die Frage, an der eine Probezeit-Trennung wirklich hängt, beantwortet keines dieser Systeme: Fällt die Entscheidung rechtzeitig vor dem Wartezeit-Ende - und können Sie hinterher beweisen, dass die Bewertung diskriminierungsfrei war?

Dieser Agent folgt dem Decision Layer-Prinzip: Jeder Schritt ist entweder regelbasiert, ein KI-Warnsignal oder eine menschliche Entscheidung - klar getrennt und nachvollziehbar protokolliert. Nach EU AI Act ist er kein Hochrisiko-System, weil er keine Menschen bewertet und über niemanden entscheidet. Seine Anforderungen kommen aus dem Arbeits- und Datenschutzrecht, und die sind hart genug.

Probezeit steuern: wo der Prozess wirklich klemmt

Die Probezeit ist kein Randthema. In der softgarden-Onboarding-Befragung 2018 hatten 11,6 Prozent der Beschäftigten in den ersten 100 Tagen schon einmal selbst gekündigt, weitere 15,7 Prozent standen kurz davor - und die Folge-Erhebung 2022 hob den Anteil der frühen Kündigungen auf 17,8 Prozent. Hinter jedem dieser Abgänge steht eine teure Fluktuation: direkte Kosten für Neuausschreibung, Auswahlverfahren und erneutes Onboarding, dazu der schwer messbare Produktivitätsverlust. Wo so viel auf dem Spiel steht, klemmt der Prozess an drei Stellen.

  • Die Frist. Nach sechs Monaten greift das Kündigungsschutzgesetz. Wer am Tag 179 mit zwei Wochen Frist kündigt, endet am Tag 193 - also nach Ablauf der Wartezeit. Aus einer formfreien Trennung wird damit ein Kündigungsschutzprozess. Das eine verpasste Datum dreht die Rechtslage um.
  • Die Bewertung. Eine formal zulässige Probezeit-Kündigung kann trotzdem kippen, wenn ein Diskriminierungs-Indiz vorliegt. Nach AGG Paragraph 22 trägt dann der Arbeitgeber die Beweislast - und ohne dokumentierte, sachliche Bewertung ist dieser Negativbeweis nicht zu führen.
  • Die Schutzkonstellation. Schwangerschaft, Schwerbehinderung, Pflegezeit: In diesen Fällen greift ein Sonder-Kündigungsschutz, der den üblichen Trennungspfad sperrt. Wer das übersieht, riskiert eine unwirksame Kündigung unabhängig davon, ob sie inhaltlich berechtigt war.

Reine Termin-Reminder lösen keinen dieser drei Punkte. Sie zeigen ein Datum an, aber sie rechnen nicht rückwärts, sie prüfen keine Schutzregime, und sie hinterlassen keinen prüfbaren Nachweis.

Drei Quellen, klar getrennt: wer entscheidet was

Die meisten Anbieter sagen, ein Mensch bleibe “im Prozess”, und kleben ein Compliance-Siegel daneben. Beides bleibt eine schwarze Box. Der Agent macht stattdessen für jeden Schritt sichtbar, aus welcher von drei Quellen die Entscheidung stammt:

QuelleWas sie entscheidetBeispiel aus der Probezeit
Regelwerk (R)Alles Deterministische, kein ErmessenMeilensteine aus dem Eintrittsdatum, Rückwärts-Frist um Tag 184, Stopp bei Schutzkonstellationen
KI-Warnsignal (A)Markiert Risiko, entscheidet nieIndikator aus Fehlzeiten, offenen Schulungen, Feedback-Mustern
Mensch (H)Bewertung und finale EntscheidungFeedback zu Leistung und Integration, Entscheid über Übernahme oder Kündigung

Der Agent ist also überwiegend ein deterministischer Frist-Motor, mit KI nur als Warnsignal an den Rändern und einem festen menschlichen Entscheidungs-Gate. Das ist die ehrliche Antwort auf den naheliegenden Einwand “darf eine KI über Menschen entscheiden?” - und genau das, was DSGVO Art. 22 verlangt. Wichtig dabei: Wer entscheidet, sieht jedes KI-Warnsignal als solches markiert - mit der Pflicht zur eigenen Prüfung -, und der oder die Betroffene kann den Indikator anfechten. Die menschliche Entscheidung greift damit auf das Warnsignal, nicht an ihm vorbei. Wie diese Schicht architektonisch durchgreift, zeigt der Decision Layer.

Der Hebel ist die Rückwärts-Frist, nicht die Erinnerung

Ein Termin-Reminder zeigt an, wann ein Datum erreicht ist - er verhindert nichts. Genau das ist die teure Lücke: Die Probezeit endet stillschweigend nach sechs Monaten, und wer zu spät kündigt, steht plötzlich unter vollem Kündigungsschutz mit Begründungspflicht und Drei-Wochen-Klagefrist.

Deshalb rechnet der Agent nicht vorwärts auf einen Termin zu, sondern rückwärts vom Wartezeit-Ende. Er reserviert die zwei Wochen Kündigungsfrist nach BGB Paragraph 622 Abs. 3, dazu die Woche für die Betriebsrats-Anhörung nach BetrVG Paragraph 102 und die Bearbeitungszeit - und eskaliert bereits bei Tag 150 an Führungskraft und HR. Bevor er den Trennungspfad überhaupt freigibt, prüft er die Schutzkonstellationen: Liegt Schwangerschaft, Schwerbehinderung oder Pflegezeit vor, wird der Pfad gesperrt. So entsteht keine Erinnerung, sondern eine strukturelle Garantie, dass das “Tag-179-Versäumnis” nicht passiert. Die Anhörungs-Woche ist dabei kein Detail: Sie muss vor dem Wartezeit-Ende liegen, sonst rutscht die Trennung wieder in den Kündigungsschutz-Bereich.

Der Audit-Trail entsteht zur Laufzeit, nicht im Nachhinein

Ein Warnsignal aus einem KI-Modell ohne integrierten Nachweis ist für eine spätere Verteidigung wertlos: Es ist nicht reproduzierbar, und es ist nicht dokumentiert, welche Eingaben es erzeugt haben. Das Diskriminierungsrecht verlangt aber genau das Gegenteil. Bei Indizien für eine Benachteiligung muss nach AGG Paragraph 22 der Arbeitgeber beweisen, dass nicht diskriminiert wurde - und im bestehenden Arbeitsverhältnis, also bei einer Probezeit-Kündigung, ist die Entschädigung nach AGG Paragraph 15 der Höhe nach nicht gedeckelt; der Drei-Monats-Deckel greift nur bei einer Nichteinstellung.

Deshalb trägt beim Agenten jeder Schritt seinen Nachweis bei sich: welche Regel mit welchem Datum gegriffen hat, welches Warnsignal vorlag und wer auf welcher Grundlage bewertet hat - unveränderbar, nicht nachträglich änderbar. Die diskriminierungsfreie Dokumentation wächst mit jedem Meilenstein mit, statt als separates Schriftstück gepflegt zu werden. Der Hebel dahinter: Ohne diesen Nachweis kippt eine sachlich berechtigte Kündigung allein an der Beweislast. Eine zur Laufzeit entstehende Dokumentation nimmt dieser Eskalation die Grundlage - und liefert zugleich die Unterlagen, die der Betriebsrat sehen will, bevor er einer eingesetzten HR-IT zustimmt.

Über Personio und Workday, nicht statt ihnen

Der Agent konkurriert nicht mit Ihrem HR-System. Gegen Personio oder Workday auf der Workflow-Achse anzutreten wäre aussichtslos - dort entscheidet Integration und Marktanteil. Der Agent legt sich als Entscheidungs- und Nachweis-Schicht darüber: Sie behalten Ihre Termine und Workflows, und er macht sie rechtssicher.

Termine, Feedback-Formulare und Personalakte laufen unverändert in den Zielsystemen weiter - ob Personio im Mittelstand oder SAP SuccessFactors im Konzern mit mehreren Gesellschaften. Was hinzukommt, ist nicht ein weiteres System, sondern die Antwort auf die zwei Fragen, an denen eine Probezeit-Trennung hängt: Fällt die Entscheidung rechtzeitig, und ist sie diskriminierungsfrei belegt? Beides ist hier strukturell gesichert und unveränderbar dokumentiert - eine Haftungs-Architektur, die ein Betriebsrat unterschreiben kann, kein weiteres Tool, das nach Überwachung aussieht.

Der nächste Schritt ist keine Software-Einführung, sondern eine Bestandsaufnahme: Wo in Ihrem Probezeit-Prozess sitzt heute die manuelle Frist-Berechnung, und wie prüfungsfest ist die Bewertung dahinter?

Auf einen Blick

  • Was er tut: berechnet Probezeit-Fristen rückwärts vom Wartezeit-Ende, warnt früh und dokumentiert jede Entscheidung unveränderbar
  • Klassifikation: kein EU-AI-Act-Hochrisiko-System (Frist-Tracking, keine Entscheidung über Menschen)
  • Entscheidungslogik: überwiegend Regelwerk, KI nur als Warnsignal, Bewertung und Entscheidung beim Menschen
  • Compliance-Anker: BGB Paragraph 622 Abs. 3, KSchG Paragraph 1, AGG Paragraph 22, DSGVO Art. 22, BetrVG Paragraph 102
  • Integration: Schicht über Personio, SAP SuccessFactors, Workday oder BambooHR - kein Ersatz
  • Verteidigungsfall: jede Bewertung diskriminierungsfrei belegt, jede Frist bis zum Eintrittsdatum rückverfolgbar

Micro-Decision-Tabelle

Wer entscheidet bei diesem Agent?

12 Entscheidungsschritte, aufgeteilt nach Decider

75%(9/12)
Regelwerk
deterministisch
8%(1/12)
KI-Agent
modellbasiert mit Confidence
17%(2/12)
Mensch
explizit zugewiesen
Mensch
Regelwerk
KI-Agent
Jede Zeile ist eine Entscheidung. Aufklappen zeigt die Entscheidungsakte und ob man anfechten kann.
Vertragstyp und Probezeit-Dauer klassifizieren Welcher Vertragstyp liegt vor und welche Probezeit-Dauer gilt? Regelwerk

Die Zuordnung folgt festen Regeln nach BGB Paragraph 622 Abs. 3 und den Sonderfällen für befristete Verträge und Ausbildung, ohne jedes Ermessen.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Meilensteine aus dem Eintrittsdatum berechnen Wann liegen die Feedback-Termine bei 30, 60, 90 und 150 Tagen? Regelwerk

Die Termine ergeben sich deterministisch aus dem Eintrittsdatum und der Probezeit-Dauer als reine Datumsarithmetik.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Rückwärts-Frist um Tag 184 bestimmen Bis zu welchem Datum muss eine Trennungsentscheidung spätestens fallen? Regelwerk

Der Agent rechnet vom Wartezeit-Ende rückwärts und reserviert zwei Wochen Kündigungsfrist plus eine Woche für die Betriebsrats-Anhörung.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Erstes Feedback-Gespräch am Tag 30 auslösen Wird das erste strukturierte Feedback-Gespräch angestossen? Regelwerk

Die Auslösung ist an den berechneten Meilenstein gebunden und zieht den Onboarding-Status als Kontext bei.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Schutzkonstellation erkennen und Trennungspfad stoppen Liegt ein Sonder-Kündigungsschutz wie Schwangerschaft, Schwerbehinderung oder Pflegezeit vor? Regelwerk

Der Agent erkennt die Konstellation regelbasiert und blockiert den Trennungspfad, entscheidet aber selbst nichts über die Person.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Betriebsrats-Anhörung nach Paragraph 102 vorbereiten Welche Fristen und Unterlagen verlangt die Anhörung des Betriebsrats? Regelwerk

Die Wochenfrist und die nötigen Unterlagen sind feste Vorgaben aus BetrVG Paragraph 102, deren Versäumnis die Kündigung unwirksam macht.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Prüfen, ob die KSchG-Schwelle erreicht ist Ist die sechsmonatige Wartezeit erfüllt und greift damit das Kündigungsschutzgesetz? Regelwerk

Die Schwellenprüfung gegen das Sechs-Monats-Datum nach KSchG Paragraph 1 ist eine eindeutige Ja-Nein-Regel.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Warnsignale aus Onboarding-Daten analysieren Deuten Fehlzeiten, offene Schulungen oder Feedback-Muster auf ein Risiko hin? KI-Agent Mitarbeiter

Das Modell liefert ausschliesslich einen anfechtbaren Indikator mit menschlicher Validierungspflicht, niemals eine Entscheidung.

Entscheidungsakte

Modell-Version und Confidence Score
Eingabedaten und Klassifikationsergebnis
Entscheidungsgrund (Erklärbarkeit)
Audit Trail mit vollständiger Nachvollziehbarkeit

Anfechtbar: Ja - vollständig dokumentiert, durch Menschen überprüfbar, Einspruch über formalen Prozess.

Anfechtbar durch: Mitarbeiter

HR bei Auffälligkeiten eskalieren Wird bei einem Warnsignal die Eskalation an HR und Compliance angestossen? Regelwerk

Die Eskalation folgt einer festen Schwellenregel und schreibt einen Audit-Eintrag, ohne den Sachverhalt zu bewerten.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Entscheidungs-Eskalation am Tag 150 auslösen Werden Führungskraft und HR rechtzeitig vor dem Fristende gewarnt? Regelwerk

Der Agent eskaliert deterministisch, sobald die berechnete Pufferzeit vor dem Wartezeit-Ende erreicht ist.

Entscheidungsakte

Regel-ID und Versionsnummer
Eingabedaten die zur Anwendung führten
Berechnungsergebnis und angewandte Formel

Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.

Inhaltliches Feedback zu Leistung und Integration formulieren Wie bewertet die Führungskraft Leistung, Integration und Kulturfit? Mensch

Dieses Werturteil gehört dem Menschen und ist diskriminierungsfrei nach AGG zu formulieren, damit der Audit-Trail hält.

Entscheidungsakte

Entscheider-ID und Rolle
Begründung der Entscheidung
Zeitstempel und Kontext

Anfechtbar: Ja - über Vorgesetzten, Betriebsrat oder formalen Einspruch.

Finale Entscheidung über Übernahme, Kündigung oder Verlängerung treffen Wird das Arbeitsverhältnis fortgesetzt, beendet oder einvernehmlich verlängert? Mensch

Diese Entscheidung mit erheblicher Wirkung muss nach DSGVO Art. 22 ein Mensch treffen, bei schwerbehinderten Beschäftigten unter Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung.

Entscheidungsakte

Entscheider-ID und Rolle
Begründung der Entscheidung
Zeitstempel und Kontext

Anfechtbar: Ja - über Vorgesetzten, Betriebsrat oder formalen Einspruch.

Entscheidungsakte und Anfechtbarkeit

Jede Entscheidung, die dieser Agent trifft oder vorbereitet, wird in einer vollständigen Entscheidungsakte dokumentiert. Betroffene Mitarbeitende können jede einzelne Entscheidung einsehen, nachvollziehen und anfechten.

Welche Regel in welcher Version wurde angewandt?
Welche Daten lagen der Entscheidung zugrunde?
Wer (Mensch, Regelwerk oder KI) hat entschieden - und warum?
Wie kann die betroffene Person Einspruch einlegen?
So setzt der Decision Layer das architektonisch um →

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Governance-Hinweise

EU AI Act: Nicht Hochrisiko
Dieser Agent ist kein Hochrisiko-System nach EU AI Act: Er trifft keine Entscheidung über das Arbeitsverhältnis, sondern berechnet Fristen, warnt früh und bereitet Verfahren vor. Die hohen Anforderungen kommen aus dem Arbeits- und Datenschutzrecht. Drei Schutzregime gelten auch in der Probezeit und steuern die Architektur. Erstens das Kündigungsschutzgesetz ab Tag 184: Wer die Wartezeit versehentlich überschreitet, braucht plötzlich einen sozialen Kündigungsgrund. Der Agent begegnet dem mit einer Rückwärts-Frist-Berechnung, die das verhindert, statt nur zu erinnern. Zweitens das Diskriminierungsverbot nach AGG Paragraph 22 mit umgekehrter Beweislast: Ohne dokumentierte, diskriminierungsfreie Bewertung kann der Arbeitgeber den Negativbeweis nicht führen. Der Agent lässt genau diesen Nachweis zur Laufzeit entstehen. Drittens das Verbot voll-automatisierter Entscheidungen nach DSGVO Art. 22: Die KI liefert nur einen anfechtbaren Indikator, die finale Entscheidung trifft immer ein Mensch.

Bewertung

Agent Readiness 71-78%
Governance-Komplexität 38-45%
Economic Impact 44-51%
Leuchtturm-Wirkung 24-31%
Implementation Complexity 28-35%
Transaktionsvolumen Monatlich

Voraussetzungen

  • Ein gepflegtes Eintrittsdatum und der vereinbarte Vertragstyp je Beschäftigtem
  • Eine Anbindung an das führende HR-System (Personio, SAP SuccessFactors, Workday oder BambooHR)
  • Ein definierter Feedback- und Entscheidungs-Workflow mit klarer menschlicher Freigabe
  • Wo ein Betriebsrat besteht: eine Betriebsvereinbarung zur eingesetzten HR-IT nach BetrVG Paragraph 87 Abs. 1 Nr. 6
  • Diskriminierungsfreie Bewertungs-Templates als Grundlage des AGG-konformen Audit-Trails

Infrastruktur-Beitrag

Das Meilenstein-Tracking mit zeitgesteuerten Checkpoints und arithmetischer Pufferzeit-Berechnung wird von angrenzenden Agenten mitgenutzt, etwa für strukturierte Leistungsbeurteilungen und für das Onboarding. Die Engine, die jede Entscheidung mit Quelle, Begründung und Zeitstempel unveränderbar protokolliert, bildet dieselbe Grundlage für alle Agenten, die in sensible Personalprozesse eingreifen. Und die diskriminierungsfreien Bewertungs-Templates werden zum gemeinsamen Standard, sobald mehrere Agenten Personalentscheidungen vorbereiten - der einmal aufgebaute Audit-Trail-Mechanismus trägt damit über die Probezeit hinaus.

Was diese Erstbewertung enthält: 9 Slides für Ihr Führungsteam

Personalisiert mit Ihren Zahlen. Generiert in 2 Minuten direkt im Browser. Kein Upload, kein Login.

  1. 1

    Titelfolie - Prozessname, Entscheidungspunkte, Automatisierungspotenzial

  2. 2

    Executive Summary - FTE-Freisetzung, Kosten pro Vorgang vorher/nachher, Break-Even-Datum, Kosten des Wartens

  3. 3

    Ausgangslage - Transaktionsvolumen, Fehlerkosten, Wachstumsszenario mit FTE-Vergleich

  4. 4

    Lösungsarchitektur - Mensch - Regelwerk - KI-Agent mit konkreten Entscheidungspunkten

  5. 5

    Governance - EU AI Act, Betriebsrat (§87 BetrVG), Audit Trail - mit Ampelstatus

  6. 6

    Risikoanalyse - 5 Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit, Auswirkung und Gegenmaßnahme

  7. 7

    Roadmap - 3-Phasen-Plan mit konkreten Kalenderdaten und Go/No-Go

  8. 8

    Business Case - 3-Szenarien-Vergleich (Nichtstun/Neueinstellung/Automatisierung) plus 3×3-Sensitivitätsmatrix

  9. 9

    Diskussionsvorschlag - Konkrete nächste Schritte mit Zeitplan und Verantwortlichkeiten

Enthält: 3-Szenarien-Vergleich

Nichtstun vs. Neueinstellung vs. Automatisierung - mit Ihrem Gehaltsniveau, Ihrer Fehlerquote und Ihrem Wachstumsplan. Die eine Slide, die Ihr CFO als erstes sehen will.

Berechnungsmethodik anzeigen

Stundensatz: Jahresgehalt (Ihre Eingabe) × 1,3 AG-Anteil ÷ 1.720 Jahresarbeitsstunden

Einsparung: Vorgänge × 12 × Automatisierungsrate × Minuten/Vorgang × Stundensatz × Economic Factor

Qualitäts-ROI: Fehlerreduktion × Vorgänge × 12 × EUR 260/Fehler (APQC Open Standards Benchmarking)

FTE: Eingesparte Stunden ÷ 1.720 Jahresarbeitsstunden

Break-Even: Benchmark-Investition ÷ monatliche Gesamteinsparung (Effizienz + Qualität)

Neueinstellung: Jahresgehalt × 1,3 + EUR 12.000 Recruiting pro FTE

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Probezeit-Management-Agent

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Readiness: 74-81%
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Häufige Fragen

Entscheidet der Agent über eine Kündigung?

Nein. Der Agent berechnet Fristen, warnt früh vor dem Wartezeit-Ende und bereitet die Betriebsrats-Anhörung vor. Die finale Entscheidung über Übernahme, Kündigung oder Verlängerung trifft immer ein Mensch - das verlangt DSGVO Art. 22 für Entscheidungen mit erheblicher Wirkung.

Warum ist das kein EU-AI-Act-Hochrisiko-System?

Weil der Agent nicht über das Arbeitsverhältnis entscheidet, sondern Fristen rechnet und Verfahren vorbereitet. Die KI liefert ausschließlich einen anfechtbaren Indikator. Die Compliance-Last kommt aus dem Arbeits- und Datenschutzrecht, nicht aus dem EU AI Act; weil Beschäftigtendaten besonders sensibel sind, läuft die Verarbeitung auf EU-Infrastruktur, auf Wunsch im eigenen Haus.

Was bedeutet die Rückwärts-Frist um Tag 184 konkret?

Nach sechs Monaten greift das Kündigungsschutzgesetz. Wer am Tag 179 mit zwei Wochen Frist kündigt, endet am Tag 193 - also zu spät, und braucht plötzlich einen sozialen Grund. Der Agent rechnet vom Wartezeit-Ende rückwärts, reserviert Kündigungsfrist und Anhörungswoche und eskaliert bei Tag 150, statt nur an einen Termin zu erinnern.

Wie hilft der Audit-Trail bei einer AGG-Klage?

Bei Indizien für eine Benachteiligung muss nach AGG Paragraph 22 der Arbeitgeber beweisen, dass nicht diskriminiert wurde. Ohne dokumentierte, diskriminierungsfreie Bewertung gelingt dieser Negativbeweis nicht. Der Agent lässt diese Dokumentation zur Laufzeit entstehen - mit Quelle, Begründung und Zeitstempel je Entscheidung.

Ersetzt der Agent unser HR-System wie Personio oder Workday?

Nein. Der Agent legt sich als Entscheidungs- und Nachweis-Schicht über den bestehenden Probezeit-Prozess. Termine und Workflows laufen weiter in Ihrem System; hinzu kommt die Rückwärts-Frist-Arithmetik und der prüfbare Audit-Trail darüber - Sie behalten Ihr System und machen es rechtssicher.

Was passiert bei Schwangerschaft, Schwerbehinderung oder Pflegezeit?

Der Agent erkennt diese Schutzkonstellationen und blockiert den Trennungspfad, weil hier ein Sonder-Kündigungsschutz greift. Bei schwerbehinderten Beschäftigten ist zusätzlich die Zustimmung des Integrationsamts nötig und die Schwerbehindertenvertretung zu beteiligen. Die Entscheidung trifft auch dann ein Mensch, nie das System.

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