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EU AI Act III(4)(a): Hochrisiko Q3

Pre-Hire-Due-Diligence Agent

Referenzprüfungen, Zertifikatsvalidierung und Compliance-Checks vor der Einstellung.

Der Pre-Hire-Due-Diligence Agent koordiniert Referenzprüfungen, validiert Zertifikate und Qualifikationsnachweise und führt regulatorisch vorgeschriebene Compliance-Checks durch. Als Hochrisiko-System nach EU AI Act gelten erhöhte Dokumentations- und Transparenzpflichten.

Score-Dashboard

Agent Readiness 58-65%
Governance-Komplexität 78-85%
Economic Impact 51-58%
Leuchtturm-Wirkung 38-45%
Implementation Complexity 54-61%
Transaktionsvolumen Wöchentlich

Was dieser Agent tut

Vor jeder Einstellung müssen je nach Position unterschiedliche Prüfungen durchgeführt werden: Referenzen, Zertifikatsvalidierung, Führungszeugnis, regulatorische Checks (BaFin-Zuverlässigkeit, EASA-Lizenzen). In der Praxis werden Prüfungen vergessen, verzögern den Einstellungsprozess oder werden unvollständig dokumentiert. Der Decision Layer zerlegt jeden Due-Diligence-Prozess in einzelne Entscheidungsschritte und definiert für jeden Schritt: Mensch, Regelwerk oder KI. Welche Prüfungen für welche Position erforderlich sind, wird regelbasiert ermittelt. Zertifikate werden automatisch gegen Registerdatenbanken validiert. Referenzanfragen werden standardisiert erstellt. Die Bewertung der Ergebnisse liegt beim Menschen. Das Ergebnis: Vollständige, dokumentierte Pre-Hire-Checks. Keine vergessenen Pflichtprüfungen. Kürzere Time-to-Hire durch parallele statt sequentielle Prüfungen.

Micro-Decision-Tabelle

# Entscheidungspunkt Entscheider
Prüfbedarf ermitteln Welche Due-Diligence-Prüfungen sind für diese Position erforderlich? Regelwerk
Kandidaten-Einwilligung einholen Hat der Kandidat der Prüfung zugestimmt? Regelwerk
Zertifikate validieren Sind die vorgelegten Zertifikate gültig? KI-Agent
Referenzanfrage erstellen Welche Referenzen werden kontaktiert? Mensch
Referenzgespräch führen Wie fällt die Referenz aus? Mensch
Compliance-Check durchführen Bestehen regulatorische Einschränkungen? Regelwerk
Ergebnis-Zusammenfassung Wie ist das Gesamtergebnis der Due Diligence? KI-Agent
Freigabe zur Einstellung Wird die Einstellung freigegeben? Mensch
Dokumentation archivieren Werden alle Prüfergebnisse revisionssicher archiviert? Regelwerk
Mensch Regelwerk KI-Agent

Voraussetzungen

  • Prüfkatalog nach Position und Regulierung
  • Zugang zu Zertifikats-Registern und Validierungsdiensten
  • DSGVO-konforme Einwilligungsvorlagen
  • Sanktionslisten-Prüfdienst (bei regulierten Branchen)
  • Betriebsvereinbarung für KI-gestützte Kandidatenprüfung

Governance-Hinweise

EU AI Act III(4)(a): Hochrisiko
Hochrisiko-System nach EU AI Act Annex III(4)(a) - Evaluierung von Kandidaten. Die Hochrisiko-Klassifikation erfordert dokumentierte Entscheidungslogik, Transparenz gegenüber Kandidaten und menschliche Aufsicht bei der Ergebnisbewertung. DSGVO: Personenbezogene Prüfungen nur mit expliziter Einwilligung. Betriebsrat: Mitbestimmung nach BetrVG Paragraph 94 bei der Festlegung des Prüfkatalogs. Der Decision Layer zerlegt jeden Prozess in einzelne Entscheidungsschritte und definiert für jeden Schritt: Mensch, Regelwerk oder KI-Agent. Jede Entscheidung wird in einer vollständigen Entscheidungsakte dokumentiert. Betroffene Mitarbeitende können jede automatisierte Entscheidung nachvollziehen und anfechten.

Infrastruktur-Beitrag

Das Validierungs-Framework (Zertifikate gegen externe Register prüfen) wird vom Certification-Tracking-Agent und Audit-Compliance-Agent wiederverwendet. Die Einwilligungs-Management-Engine bildet die Grundlage für alle Agenten, die personenbezogene Daten Dritter verarbeiten. Baut Decision Logging und Audit Trail auf, die im Decision Layer für Nachvollziehbarkeit und Anfechtbarkeit jeder Entscheidung benötigt werden.

Häufige Fragen

Führt der Agent Hintergrundprüfungen automatisch durch?

Der Agent koordiniert und dokumentiert die Prüfungen. Zertifikatsvalidierung gegen Register erfolgt automatisch. Referenzgespräche und die Bewertung aller Ergebnisse liegen beim Menschen. Keine automatische Ablehnung von Kandidaten.

Was passiert bei einem negativen Prüfergebnis?

Negative Ergebnisse werden dokumentiert und dem Recruiter mit Kontext vorgelegt. Die Entscheidung über Konsequenzen liegt beim Menschen. Bei regulatorischen Ausschlusskriterien (z.B. fehlende BaFin-Zuverlässigkeit) wird dies klar gekennzeichnet.

Diesen Agent implementieren?

Wir bewerten Ihre Prozesslandschaft und zeigen, wie dieser Agent in Ihre Infrastruktur passt.