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TYPO3 Extension

rx_shariff für TYPO3

rx_shariff: Social Sharing ohne Tracking. DSGVO-konforme Buttons für TYPO3. Setup & Alternativen.

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Warum Standard-Social-Buttons ein DSGVO-Problem sind und rx_shariff die Lösung war

Jeder Facebook-Like-Button, jeder Twitter-Share-Widget und jedes LinkedIn-Embed überträgt personenbezogene Daten an die Plattform - und zwar beim Seitenaufruf, nicht erst beim Klick. IP-Adresse, Browser-Fingerprint und Referrer fließen an Facebook, bevor der Besucher auch nur die Möglichkeit hat, zuzustimmen. Das ist nicht erst seit der DSGVO rechtlich problematisch: Wegen eines Like-Buttons verklagte eine Verbraucherzentrale einen Website-Betreiber auf Unterlassung, der Fall ging bis zum EuGH.

rx_shariff implementiert das Shariff-Prinzip, das der Heise-Verlag 2014 als Antwort auf dieses Problem entwickelt hat: Statt die Original-Widgets der Plattformen einzubinden, rendert rx_shariff eigene, datenschutzkonforme Buttons. Erst wenn ein Besucher auf den Button klickt, wird eine Verbindung zur Plattform hergestellt. Kein Tracking, kein Third-Party-Request, keine Cookies ohne Interaktion.

Typische Einsatzszenarien

Unternehmenswebsites mit DSGVO-Compliance-Anforderung. Ein mittelständisches Unternehmen will auf seinen Blog-Artikeln Social-Share-Buttons anbieten, ohne gegen die DSGVO zu verstoßen. Der Datenschutzbeauftragte hat die Standard-Widgets von Facebook und Twitter explizit untersagt. rx_shariff liefert Buttons, die erst bei Klick eine Verbindung herstellen. Die Datenschutzerklärung kann korrekt formuliert werden: “Erst bei aktiver Nutzung der Share-Buttons werden Daten an Dritte übertragen.”

Medien-Websites mit Share-Counter. Ein Fachverlag will unter jedem Artikel anzeigen, wie oft er auf Facebook geteilt wurde. rx_shariff bietet diese Funktion über ein optionales Backend-Proxy: Der TYPO3-Server fragt bei Bedarf die Share-Counts bei den Plattformen ab und cached die Ergebnisse. Die Plattformen sehen nur den Server, nie den einzelnen Besucher.

Intranet-Portale mit kontrolliertem Sharing. Ein Unternehmen betreibt ein TYPO3-Intranet und will bestimmte Artikel gezielt über LinkedIn teilbar machen, aber Facebook und Twitter ausschließen. rx_shariff lässt sich so konfigurieren, dass nur ausgewählte Plattformen als Buttons erscheinen. Die Konfiguration erfolgt pro Seitenbaum oder pro Content-Element. Im Intranet-Kontext ist das besonders relevant, weil versehentliches Teilen interner Informationen auf öffentlichen Plattformen verhindert werden muss.

Technische Architektur

rx_shariff besteht aus zwei Komponenten: einem Frontend-Widget und einem optionalen Backend-Service.

Frontend-Widget: Das TYPO3-Plugin rendert für jede konfigurierte Plattform einen HTML-Button. Dieser Button ist ein einfacher Anchor-Link (<a href="...">) mit einem Share-URL als Ziel. Beim Klick öffnet sich die Share-Dialog-Seite der Plattform in einem neuen Fenster. Dafür lädt das Plugin beim Seitenaufruf das mitgelieferte Shariff-JavaScript vom eigenen Server; es setzt keine Cookies und fragt keine externe Ressource an.

Backend-Service (optional): Für Share-Counter betreibt rx_shariff einen Server-seitigen Proxy. Ein eID-Script fragt die APIs der Plattformen ab (etwa Facebook, Pinterest, Reddit, Xing) und legt die Ergebnisse im Cache von TYPO3 ab. Das Frontend zeigt den gecachten Counter an. Der Proxy fragt die Zahlen erst ab, wenn eine Seite sie anfordert, und hält sie standardmäßig eine Stunde im Cache. Die Plattform-APIs sehen nur die Server-IP, nie die IP des Website-Besuchers.

Die Konfiguration erfolgt über TypoScript und Extension-Einstellungen:

  • Auswahl der Plattformen (Facebook, Twitter/X, LinkedIn, Xing, Pinterest, WhatsApp, Telegram, E-Mail)
  • Darstellungsvariante (Icons, Buttons mit Text, kompakte Variante)
  • Theme-Anpassung über CSS-Klassen
  • Share-Counter aktivieren/deaktivieren
  • Backend-Service-URL für Counter

Abhängigkeiten: TYPO3 Core. Für den Share-Counter: PHP mit cURL-Unterstützung, für Facebook eine App-ID und ein Secret aus einer App-Registrierung.

Häufige Probleme und Lösungen

Problem: Share-Counter zeigen immer 0 an. Die Facebook-API erfordert Authentifizierung: Ohne App-ID und Secret liefert sie keine Counter, und für LinkedIn fragt rx_shariff gar keine ab. Twitter/X hat seine Share-Count-API 2015 komplett abgeschaltet - ein Counter für Twitter ist technisch nicht mehr möglich. Die Lösung: Facebook-App im Meta Developer Portal anlegen und den App-Token in rx_shariff konfigurieren. Für Twitter den Counter deaktivieren oder auf X-API v2 mit OAuth 2.0 umsteigen, die aber keinen Share-Counter bietet.

Problem: Buttons sind nach TYPO3-Update nicht mehr sichtbar. rx_shariff nutzt ein TYPO3-Plugin mit eigenem Content-Element. Wenn das Plugin nach einem Update nicht mehr registriert ist (z.B. durch geänderte Composer-Abhängigkeiten), verschwindet das Content-Element aus dem Frontend. Die Lösung: Extension im Extension Manager prüfen, Composer-Abhängigkeiten aktualisieren, vendor/bin/typo3 cache:flush ausführen.

Problem: WhatsApp-Share funktioniert nur auf Mobilgeräten. WhatsApp Web und die Desktop-App unterstützen den whatsapp://-URL-Scheme nicht einheitlich. Auf Desktop-Browsern führt der Klick auf den WhatsApp-Button ins Leere. Die Lösung: Auf Desktop die Web-URL https://api.whatsapp.com/send?text=... verwenden, auf Mobilgeräten das App-Scheme. rx_shariff nutzt in aktuellen Versionen auf allen Geräten die Web-URL.

Migration und Versions-Kompatibilität

rx_shariff wird von Reelworx aktiv gepflegt und ist in Version 16.1.4 für TYPO3 v12, v13 und v14 als stabiles Composer-Paket verfügbar. rx_shariff nutzt inzwischen den Fork Shariff-Plus; das Shariff-JavaScript von Heise erschien zuletzt 2019 in Version 3.2.1.

Für neue Projekte ab TYPO3 v12 empfiehlt Gosign eine Neubewertung: Einfache Share-Links (href="https://www.facebook.com/sharer/sharer.php?u=...") sind leichtgewichtiger als rx_shariff, DSGVO-konform und benötigen keine Extension. Der Nachteil: Kein Share-Counter. Wer Counter braucht, muss die API-Abfrage selbst implementieren oder auf einen Dienst wie ShareThis mit Consent-Management ausweichen.

Die Migration von rx_shariff auf einfache Share-Links beträgt typischerweise einen halben Tag: Altes Plugin entfernen, neue Fluid-Partials für Share-Links erstellen, CSS anpassen. Gosign hat diesen Wechsel bei mehreren Kunden durchgeführt und dabei die Seitenladezeit um 150 bis 300ms verbessert, weil das Shariff-JavaScript und die Counter-Abfragen entfallen.

Der einfache Share-Link-Ansatz deckt die gängigen Plattformen ab: Facebook (https://www.facebook.com/sharer/sharer.php?u={url}), LinkedIn (https://www.linkedin.com/sharing/share-offsite/?url={url}), X/Twitter (https://twitter.com/intent/tweet?url={url}&text={title}), E-Mail (mailto:?subject={title}&body={url}) und WhatsApp (https://api.whatsapp.com/send?text={url}). Alle Links sind datenschutzkonform, weil kein JavaScript geladen und kein Third-Party-Cookie gesetzt wird. Die Links können als Fluid-Partial in jedes Template eingebunden und über CSS-Klassen gestylt werden.

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Häufige Fragen zu rx_shariff

Brauche ich rx_shariff noch?

Einfache `href`-Share-Links sind leichtgewichtiger. Shariff bietet zusätzlich Share-Counter.

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Stand: April 2026

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