Das Prinzip: Erweitern, nicht ersetzen

KI-Agenten ersetzen keine bestehenden Systeme. Sie erweitern sie. SAP bleibt SAP. DATEV bleibt DATEV. Workday bleibt Workday. Der Agent sitzt dazwischen: Er liest Daten, trifft Entscheidungen und schreibt Ergebnisse zurück.

Auf einen Blick - KI-Integration in Enterprise-Systeme

  • KI-Agenten erweitern bestehende Systeme (SAP, DATEV, Workday), anstatt sie zu ersetzen - der Agent ist eine externe Integrationsschicht.
  • Der Integration Layer entkoppelt Agent-Logik vom Zielsystem: Wenn das ERP wechselt, ändert sich nur die Exportschicht.
  • Buchungslogik (Decision Layer) ist architektonisch von der Exportschicht (Integration Layer) getrennt, was den Migrationsaufwand reduziert.
  • Forrester (2024) stellt fest, dass Unternehmen mit API-first-Integrationsstrategie KI 2,4-mal schneller deployen als solche mit individuellen Konnektoren.
  • Agenten nutzen bestehende Authentifizierung, Cloud-Umgebung, Security-Policies und Monitoring - kein Parallelsystem nötig.

Dieses Prinzip ist entscheidend für die Akzeptanz in Enterprise-Umgebungen. CIOs investieren nicht in eine Parallelwelt. Sie investieren in eine Schicht, die ihre bestehende IT-Landschaft intelligenter macht.

Der Integration Layer

Der Integration Layer in der Gosign Referenz-Architektur entkoppelt die Agent-Logik vom Zielsystem. Das hat einen konkreten Vorteil: Wenn das Zielsystem wechselt, ändert sich nur die Exportschicht - nicht der Agent.

SAP FI/CO und S/4HANA: Buchungsvorschläge im SAP-Format. Kostenstellen- und Profit-Center-Logik. Integration über RFC, REST API oder SAP BTP.

DATEV: Buchungsvorschläge im DATEV-Format. SKR03 und SKR04. Mandantenspezifische Kontenpläne. Export über DATEV-Schnittstelle.

Workday: HR-Daten, Payroll-Informationen, Organisationsstruktur. Integration über Workday REST API.

SuccessFactors: Mitarbeiterdaten, Performance-Daten, Compensation. Integration über SAP SuccessFactors API.

Microsoft Graph: SharePoint, Teams, Outlook. Für Knowledge Agents die auf Unternehmensdokumente zugreifen.

Entkopplung: Buchungslogik vs. Exportschicht

Die Trennung von Buchungslogik und Exportschicht ist ein zentrales Architekturprinzip. Die Buchungslogik - welches Konto, welche Kostenstelle, welcher Steuersatz - ist im Decision Layer implementiert. Die Exportschicht - wie wird das Ergebnis an DATEV oder SAP übergeben - ist im Integration Layer.

Wenn der Mandant von DATEV auf SAP wechselt, ändert sich die Exportschicht. Die Buchungslogik, die Regelwerke, der Agent - alles bleibt gleich. Das reduziert den Migrationsaufwand erheblich.

Integration Layer nach Zielsystem

ZielsystemIntegrationsmethodeDatenumfang
SAP FI/CO, S/4HANARFC, REST API, SAP BTPBuchungsvorschläge, Kostenstellen-Logik
DATEVDATEV-Schnittstelle, SKR03/SKR04Buchungsvorschläge, Kontenpläne
WorkdayWorkday REST APIHR-Daten, Payroll, Orgstruktur
SuccessFactorsSAP SuccessFactors APIMitarbeiter-, Performance-, Compensation-Daten
Microsoft GraphGraph APISharePoint, Teams, Outlook

Kein Parallelsystem

Agenten werden Teil der bestehenden IT-Governance - nicht eine neue Parallelwelt. Das bedeutet:

  • Agenten nutzen die bestehende Authentifizierung (Azure Entra ID, LDAP)
  • Agenten laufen in der bestehenden Cloud-Umgebung (Azure, GCP)
  • Agenten unterliegen den bestehenden Security-Policies
  • Agenten werden in bestehende Monitoring-Systeme integriert

Für den CIO ist ein KI-Agent eine weitere Komponente in der bestehenden Architektur - nicht ein separates System das eigene Regeln hat.

Mehr dazu: Referenz-Architektur

Termin vereinbaren - Wir zeigen Ihnen die Integration in Ihre bestehende IT-Landschaft.

Bert Gogolin

Bert Gogolin

Geschäftsführer, Gosign

AI Governance Briefing

Enterprise AI, Regulierung und Infrastruktur - einmal im Monat, direkt von mir.

Kein Spam. Jederzeit abbestellbar. Datenschutzerklärung