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AI-Agenten für geschäftskritische Prozesse

Document Agents. Workflow Agents. Knowledge Agents.

Einen Agent zu bauen ist einfach. Ihn Enterprise-fähig zu machen nicht.

Workflow-Agenten lassen sich in Tagen prototypisieren. ChatGPT, Claude oder Llama – ein Agent der Dokumente liest und Antworten generiert ist kein technisches Problem mehr.

Das eigentliche Problem beginnt danach: Ist die Entscheidung des Agents auditierbar? Erfüllt sie die Anforderungen des EU AI Act (Transparenz, menschliche Aufsicht, Aufzeichnungspflichten)? Kann der Betriebsrat nachvollziehen, nach welchen Regeln der Agent entscheidet? Hält die Architektur einer SOC-2-Prüfung stand?

Genau hier setzen wir an. Nicht beim Bauen des Agents – sondern bei der Governance-Schicht, die ihn produktionsfähig, prüfbar und zertifizierbar macht. Wer Governance erst nach dem PoC plant, baut zweimal.

Das Kernproblem in Unternehmen

Enterprise-Prozesse basieren auf implizitem Wissen einzelner Mitarbeiter. Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen, Buchungslogik, Compliance-Regeln – ein komplexes Regelwerk dessen Anwendung von Person zu Person variiert.

Die Konsequenzen: Inkonsistente Entscheidungen über Standorte hinweg, Fehler die erst in der Prüfung auffallen, Know-how-Verlust bei Personalwechsel, und Prozesse die nicht skalieren weil sie an einzelnen Köpfen hängen.

Entscheidungsqualität statt Prozessautomatisierung

Enterprise-Entscheidungen sind formal menschlich, aber oft inkonsistent dokumentiert. Ein AI Agent ersetzt keine Fachentscheidung. Er strukturiert sie, dokumentiert sie und macht sie reproduzierbar. Das Ziel ist nicht Automatisierung um der Automatisierung willen, sondern konsistente, nachvollziehbare Entscheidungsqualität über alle Standorte und Bearbeiter hinweg.

Drei Agent-Typen

Drei Agent-Typen: Document Agent, Workflow Agent, Knowledge Agent

1. Document Agents

Document Agents lesen, verstehen und verarbeiten Dokumente mit echtem Sprachverständnis. Keine Template-Erkennung, keine starren OCR-Regeln – sondern kontextuelles Verständnis der Inhalte.

Was sie verarbeiten: Eingangsrechnungen und Gutschriften, Krankmeldungen und ärztliche Bescheinigungen, Arbeitsverträge und Vertragsänderungen, Bescheinigungen und Nachweise, Belege und Quittungen.

Dokument    →  Agent liest     →  Decision Layer prüft
(Rechnung)     und versteht       Vollständigkeit, Plausibilität,
                                   Steuerklassifikation
                                        │
                           ┌────────────┴────────────┐
                           │                         │
                    Hohe Confidence           Niedrige Confidence
                    Regel eindeutig          oder Ausnahmefall
                           │                         │
                    Buchungsvorschlag         Eskalation an
                    + Audit Trail            Sachbearbeiter

Der Document Agent ersetzt keine Sachbearbeiter. Er bearbeitet die Routinefälle autonom und eskaliert Ausnahmefälle an Menschen – mit vollständiger Dokumentation.

Document Agents im Detail

2. Workflow Agents

Workflow Agents orchestrieren Prozesse systemübergreifend. Wenn ein Dokument gelesen, eine Entscheidung getroffen und eine Aktion in einem Zielsystem ausgelöst werden muss – der Workflow Agent koordiniert den gesamten Ablauf.

Beispiel-Workflow: Krankmeldung

Eingang          →  Document Agent     →  Decision Layer
(E-Mail mit         liest Krankmeldung    prüft §5 EFZG
 Anhang)            und extrahiert        und BV-Constraints
                    Daten                      │
                                    ┌──────────┴──────────┐
                                    │                     │
                             Regelkonform            Rückfrage nötig
                                    │                     │
                             Lohnfortzahlung        HR-Sachbearbeiter
                             berechnen              wird informiert
                                    │                     │
                             SAP-Buchung             Wartet auf
                             vorschlagen             Entscheidung
                                    │                     │
                             Audit Trail             Audit Trail
                             dokumentiert            dokumentiert

Jeder Schritt wird geloggt. Jede Entscheidung ist nachvollziehbar. Bei Rückfragen oder fehlenden Informationen wird der Workflow pausiert – nicht abgebrochen.

Workflow Agents im Detail

3. Knowledge Agents

Knowledge Agents liefern kontextbasierte Antworten aus Unternehmenswissen. Betriebsvereinbarungen, Richtlinien, Tarifverträge, Compliance-Regeln, FAQ-Kataloge.

Wichtig: Die Antwort enthält immer die Quelle und die Regelversion. Ein Knowledge Agent beantwortet keine Frage ohne Quellenangabe. Bei fehlender oder widersprüchlicher Regelung antwortet er nicht, sondern verweist an die zuständige Stelle.

Beispiel: Frage: „Wie viele Tage Sonderurlaub habe ich bei Umzug?“

Antwort: „Gemäß Betriebsvereinbarung BV-2024-007, §3 Abs. 2 (Version 2024.2, gültig seit 01.04.2024) stehen Ihnen bei Umzug 2 Arbeitstage Sonderurlaub zu. Für tarifgebundene Mitarbeiter gilt zusätzlich §29 TV-L, der 1 weiteren Tag vorsieht.“

Quelle wird mitgeliefert. Regelversion wird dokumentiert. Bei Interpretationsspielraum: Verweis an HR.

Knowledge Agents im Detail

Decision Layer

Der Decision Layer ist die zentrale Governance-Komponente. Er sitzt zwischen Agent und Zielsystem und macht jede LLM-Entscheidung transparent, auditierbar und nachvollziehbar.

Was der Decision Layer prüft: Fachliche Regelwerke (Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen, Buchungslogik), Confidence Score des Modells, Risiko-Score der Entscheidung, Betriebsvereinbarungs-Constraints, Bias- und Diskriminierungspotenzial.

Was er erzeugt: Vollständigen Audit-Trail-Eintrag pro Entscheidung, Input-Hash für Reproduzierbarkeit, Regelversion pro angewandter Regel, Routing-Entscheidung (autonom oder Human-in-the-Loop).

Decision Layer im Detail

Integration

AI-Agenten ersetzen keine bestehenden Systeme. SAP bleibt ERP. Workday bleibt HCM. DATEV bleibt Steuersystem. Die Agent-Logik ist vom Zielsystem entkoppelt.

  • SAP FI/CO, SAP S/4HANA
  • SAP SuccessFactors
  • Workday
  • DATEV
  • SharePoint, Microsoft Teams (via Microsoft Graph)
  • Weitere über REST/SOAP-Schnittstellen

Modell-Agnostik

Die Architektur ist nicht an ein einzelnes LLM gebunden. Der Model Layer ist austauschbar:

  • Claude (Anthropic) – aktuell stärkstes Modell für komplexe Textanalyse
  • ChatGPT (OpenAI) – breites Einsatzspektrum
  • Gemini (Google) – tiefe Integration mit Google-Diensten
  • Llama (Meta) – Open Source, Self-Hosted möglich
  • Mistral – Open Source, EU-basiert
  • DeepSeek – Open Source, kosteneffizient
  • gpt-oss (OpenAI) – Open Source, Self-Hosted möglich

Wenn ein neues Modell verfügbar wird, kann es integriert werden ohne die Geschäftslogik zu ändern. Kein Vendor Lock-in auf ein einzelnes Modell.

Unsere Engineers sind für Azure AI und Cloud-native Architekturen zertifiziert. Agenten deployen wir auf Azure, GCP oder Ihrer eigenen Infrastruktur – modell-agnostisch und plattformoffen.

Business Impact

  • Routinefälle werden autonom verarbeitet – mit vollständiger Dokumentation
  • Ausnahmefälle werden an Menschen eskaliert – mit Kontext und Empfehlung
  • Gleiche Regelinterpretation über alle Standorte hinweg
  • Jede Entscheidung nachvollziehbar für Prüfer und Betriebsrat
  • Skalierbar ohne proportionalen Personalaufbau
  • Know-how bleibt im System – nicht in einzelnen Köpfen

Vollständiger Source Code, alle Prompts, alle Regelwerke gehören dem Kunden. Nach 12–18 Monaten betreiben Sie Ihre Agenten eigenständig. Gosign baut und befähigt – und geht dann.

Häufige Fragen zu AI-Agenten

Welche Daten verlassen das Unternehmen?

Keine. Agenten laufen in Ihrer Infrastruktur – Cloud, Self-Hosted oder hybrid. Bei Cloud-LLMs gelten die DPAs des jeweiligen Anbieters. Bei Self-Hosted-Modellen verlassen keine Daten das Unternehmensnetzwerk.

Wie lange dauert ein Pilotprojekt?

4–6 Wochen bis zum produktiven PoC. Discover (1 Woche), Build (3–4 Wochen). Der erste Agent läuft live in Ihrer Infrastruktur mit Decision Layer und Audit Trail.

Ist das betriebsratsfähig?

Ja. Human-in-the-Loop als Architekturprinzip, vollständiges Logging, Rollenkonzept, Audit Trail. Betriebsvereinbarungen werden als explizite Constraints im Decision Layer abgebildet.

Welche Modelle werden verwendet?

Die Architektur ist modell-agnostisch. Aktuell: Claude, ChatGPT, Gemini, Llama, Mistral, DeepSeek, gpt-oss. Modelle sind austauschbar ohne Änderung der Geschäftslogik.

Welcher Prozess soll Ihr erster Agent übernehmen?

Sprechen Sie mit uns über einen konkreten Use Case.

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