Forecast-Agent
Finanzprognosen mit Szenarioanalyse - von der Trendextrapolation bis zur strategischen Bewertung.
Bereitet historische Daten auf, extrapoliert Trends, berechnet Best/Base/Worst-Case-Szenarien und führt Sensitivitätsanalysen durch. Annahmen definieren und strategisch bewerten bleibt beim Menschen.
Score-Dashboard
Was dieser Agent tut
Financial Forecasting ist die Königsdisziplin des Controllings: Wie entwickeln sich Umsatz, Kosten und Ergebnis in den nächsten Quartalen? Die Antwort ist immer eine Kombination aus Daten (historische Trends) und Annahmen (Marktentwicklung, Strategie). Beides muss zusammengeführt und in Szenarien übersetzt werden.
Der Decision Layer zerlegt das Forecasting in acht Entscheidungsschritte. Historische Daten aufbereiten, Szenarien berechnen, Sensitivitätsanalyse und Forecast-vs-Budget-Vergleich sind regelbasiert. Trendextrapolation kombiniert lineare Berechnung mit nicht-linearer KI-Analyse. Annahmen definieren, Plausibilität prüfen und strategische Bewertung erfordern menschliches Ermessen.
Das Ergebnis: Der Controller hat drei durchgerechnete Szenarien mit Sensitivitätsanalyse. Die kritische Variable (was beeinflusst das Ergebnis am stärksten?) ist identifiziert. Und der Forecast-vs-Budget-Vergleich zeigt, ob das Jahresbudget erreichbar ist.
Micro-Decision-Tabelle
Historische Daten aufbereiten Welche Daten sind die Prognosebasis? Regelwerk
Datenbankabfrage und Bereinigung
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.
Trendextrapolation berechnen Wie entwickeln sich die Werte ohne Annahmenänderung? Regelwerk
Lineare Trends regelbasiert, nicht-lineare KI-unterstützt
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.
Annahmen definieren Welche Wachstums-, Kosten- und FX-Annahmen gelten? Mensch
Strategische Annahmen erfordern Geschäftskenntnis
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - über Vorgesetzten, Betriebsrat oder formalen Einspruch.
Szenarien berechnen Was ergibt sich im Best, Base und Worst Case? Regelwerk
Arithmetik pro Szenario basierend auf definierten Annahmen
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.
Sensitivitätsanalyse Welche Variable hat den größten Einfluss auf das Ergebnis? Regelwerk
Berechnung der Ergebnisänderung pro Variablenänderung
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.
Forecast vs. Budget vergleichen Weicht der Forecast vom Budget ab? Regelwerk
Arithmetischer Vergleich
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - Regelanwendung prüfbar. Einspruch bei fehlerhafter Datenbasis oder falscher Regelversion.
Plausibilitätsprüfung Sind die Forecast-Ergebnisse plausibel? Mensch
Erfahrungswerte und Geschäftskenntnis
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - über Vorgesetzten, Betriebsrat oder formalen Einspruch.
Strategische Bewertung Was bedeutet der Forecast für die Geschäftsstrategie? Mensch
Menschliches Ermessen bei der strategischen Einordnung
Entscheidungsakte
Anfechtbar: Ja - über Vorgesetzten, Betriebsrat oder formalen Einspruch.
Entscheidungsakte und Anfechtbarkeit
Jede Entscheidung, die dieser Agent trifft oder vorbereitet, wird in einer vollständigen Entscheidungsakte dokumentiert. Betroffene (Mitarbeiter, Lieferanten, Prüfer) können jede einzelne Entscheidung einsehen, nachvollziehen und anfechten.
Voraussetzungen
- Historische Finanzdaten (mind. 36 Monate)
- Aktuelles Budget als Vergleichsbasis
- Definierte Szenario-Annahmen vom Management
- Externe Marktdaten (Branchenprognosen, FX-Prognosen)
Governance-Hinweise
Nicht GoBD-relevant - reine Prognose. Aber strategisch relevant: §91 Abs. 2 AktG (Risikofrüherkennungssystem), DCGK (Berichterstattung an Aufsichtsrat). Der Forecast ist ein wesentliches Steuerungsinstrument. Bei börsennotierten Unternehmen fließen Prognosen in den Ausblick des Lageberichts ein (HGB §289). Der Decision Layer dokumentiert die Annahmen hinter jedem Szenario - nachvollziehbar bei der Prüfung der Prognosequalität.
§203 StGB-relevante Daten werden Ende-zu-Ende verschlüsselt und nie im Klartext an KI-Modelle übergeben.
Beitrag zur Verfahrensdokumentation
Infrastruktur-Beitrag
Der Forecast-Agent ist ein Q3-Q4-Agent, der die Infrastruktur des Budget-Varianzanalyse-Agents (Plan/Ist-Vergleich) und Management-Reporting-Agents (KPI-Engine) nutzt. Die Szenario-Berechnungs-Engine wird vom Cash-Forecasting-Agent (Liquiditätsszenarien) wiederverwendet. Die Sensitivitätsanalyse wird zum Standard für alle strategischen Bewertungsagenten.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Budget und Forecast?
Das Budget wird einmal jährlich erstellt und bleibt fix. Der Forecast wird monatlich oder quartalsweise aktualisiert und reflektiert die aktuelle Geschäftsentwicklung. Der Agent vergleicht beide automatisch und zeigt die Abweichung.
Wie werden externe Faktoren berücksichtigt?
Externe Faktoren (Marktwachstum, Inflation, Wechselkurse) werden als Annahmen parametrisiert. Der Agent berechnet die Szenarien mit verschiedenen Annahmen-Kombinationen. Die Sensitivitätsanalyse zeigt, welcher Faktor am kritischsten ist.
Wie genau sind die Forecasts?
Die Genauigkeit steigt mit der Datenqualität und sinkt mit dem Prognosezeitraum. Der Agent macht keine Punktprognose, sondern liefert Bandbreiten (Best/Base/Worst). Die Treffsicherheit der Bandbreite liegt typischerweise bei 80-85%.
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