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Wenn KI Entscheidungen trifft – wer trägt die Verantwortung?

Der Decision Layer macht jede KI-Entscheidung nachvollziehbar, prüfbar und betriebsratsfähig.

KI-Agenten können Krankmeldungen verarbeiten, Belege kontieren und Verträge prüfen. Aber wer entscheidet, was der Agent alleine darf und wo ein Mensch eingreifen muss? Der Decision Layer definiert das – für jeden einzelnen Prozessschritt.

Warum KI-Projekte in HR scheitern

HR-Prozesse basieren auf dem Wissen einzelner Mitarbeiter. Wer weiß, welche Sonderurlaubsregelung an welchem Standort gilt? Wer kennt den Unterschied zwischen der Betriebsvereinbarung von 2019 und der aktualisierten Version von 2024? Wer prüft, ob eine Krankmeldung korrekt gegen den Tarifvertrag abgeglichen wurde?

Dieses Wissen steckt in Köpfen, in E-Mail-Verläufen, in Ordnern die niemand mehr findet. Wenn jemand das Team verlässt, geht das Wissen mit.

KI kann helfen – aber nur wenn klar ist, welche Regeln gelten. Und wer am Ende verantwortlich ist.

Was ist der Decision Layer?

Der Decision Layer ist die Steuerungsschicht zwischen KI-Agent und Zielsystem. Er zerlegt jeden Geschäftsprozess in einzelne Entscheidungsschritte und definiert für jeden Schritt vorab: Entscheidet ein Mensch, ein Regelwerk oder die KI? Jede Entscheidung wird automatisch dokumentiert – für Wirtschaftsprüfer, Betriebsrat und interne Revision.

Der Decision Layer ist kein KI-Agent – er ist die Governance-Schicht darüber. Er ergänzt bestehende Systeme wie SAP SuccessFactors, Workday oder DATEV und steuert, was ein KI-Agent mit diesen Systemen tun darf.

Wie der Decision Layer Shadow AI löst und Betriebsvereinbarungen technisch durchsetzt, beschreibt Artikel 6 des Blueprint 2026.

Ohne Decision Layer Mit Decision Layer
Wer entscheidet? Unklar – der Agent liefert ein Ergebnis Für jeden Schritt definiert: Mensch, Regelwerk oder KI
Betriebsvereinbarungen Werden manuell beachtet – oder vergessen Sind als feste Regeln hinterlegt, technisch durchgesetzt
Nachvollziehbarkeit Ergebnis sichtbar, Entscheidungsweg nicht Vollständige Dokumentation pro Entscheidung
Wirtschaftsprüfer Muss jeden Fall einzeln manuell prüfen Kann direkt auf Entscheidungsdokumentation zugreifen
Betriebsrat Blockiert – keine Transparenz Unterstützt – jede Entscheidung nachvollziehbar

Wie funktioniert der Decision Layer in der Praxis?

Am Beispiel Krankmeldung: 6 Schritte, klare Verantwortliche. Der Decision Layer definiert für jeden Schritt: Regelwerk, Mensch oder automatisch.

Prozessbeispiel Krankmeldung mit Decision Layer: 6 Schritte von Dokumenteingang bis SAP-Buchung. Schritt 1 und 2 automatisch (Dokument lesen, Stammdaten laden), Schritt 3 und 4 per Regelwerk (Tarifvertrag prüfen, Lohnfortzahlung berechnen), Schritt 5 durch Menschen (Langzeiterkrankung ab 6 Wochen, BEM-Pflicht), Schritt 6 automatische SAP-Buchung.

Warum scheitern KI-Projekte am Betriebsrat?

Der häufigste Grund warum KI-Projekte in deutschen Unternehmen scheitern: Der Betriebsrat blockiert. Nicht weil er gegen Technologie ist – sondern weil er keine Transparenz hat. Der Decision Layer löst das:

Jede Betriebsvereinbarung wird als feste Regel hinterlegt. Der Agent kann sie nicht umgehen.

Bei Entscheidungen die Mitarbeiter betreffen, entscheidet immer ein Mensch. Technisch erzwungen, nicht nur vereinbart.

Jede KI-Entscheidung ist dokumentiert: Was wurde geprüft, welche Regel, welches Ergebnis.

Der Betriebsrat kann jederzeit nachvollziehen, wie eine Entscheidung zustande kam.

Der Unterschied: Andere versprechen Transparenz. Der Decision Layer erzwingt sie technisch.

Mitbestimmung & KI-Agenten →

Wie wird eine KI-Entscheidung prüfungssicher?

Ihr Wirtschaftsprüfer sieht genau, was passiert ist.

Welches Dokument wurde verarbeitet – und wann?

Welche Regel wurde angewandt – und in welcher Version?

Wie sicher war der Agent bei seiner Einschätzung?

Hat ein Mensch geprüft – und wenn ja, wer?

Was war das Ergebnis und wann wurde es gebucht?

Welche Entscheidungen kann KI alleine treffen?

Manche Entscheidungen kann ein KI-Agent alleine treffen. Bei anderen muss ein Mensch prüfen. Und bei strategischen Fragen liefert der Agent nur Daten. Der Decision Layer definiert das – pro Schritt, nicht pro Prozess.

Drei Arten von Entscheidungen im Decision Layer: Links – Mensch entscheidet bei Personalstrategie, Performance Reviews, Vergütungspolitik (etwa ein Drittel). Mitte – Agent arbeitet, Mensch prüft bei Belegverarbeitung, Vertragsprüfung, Onboarding (etwa 40%). Rechts – Agent selbstständig bei FAQ, Standardbescheinigungen, Fristprüfungen (etwa ein Viertel).

Für wen ist der Decision Layer?

Head of HR / CHRO

Sie wollen KI in HR einsetzen – aber nicht die Kontrolle verlieren. Der Decision Layer stellt sicher, dass Betriebsvereinbarungen eingehalten werden, der Betriebsrat Transparenz hat und jede Entscheidung nachvollziehbar ist.

CFO / Head of Finance

Jede KI-gestützte Buchung ist prüfungssicher dokumentiert. Ihr Wirtschaftsprüfer sieht den vollständigen Entscheidungsweg. Korrekturbuchungen werden reduziert, weil Regelwerke konsistent angewandt werden.

Betriebsrat

Keine Blackbox. Betriebsvereinbarungen sind technisch hinterlegt und können nicht umgangen werden. Bei personalrelevanten Entscheidungen greift immer ein Mensch ein.

IT / CTO

Modell-agnostisch, infrastruktur-agnostisch, kein Vendor Lock-in. Technische Details in der Referenz-Architektur →

Der Decision Layer für Ihre Prozesse

HR & People Operations

Krankmeldungen, Onboarding, Zeugnisse, Vertragsprüfung, Policy-Abfragen. Betriebsratsfähig, EU AI Act-konform.

HR Agent ansehen

Finance & Payroll

Belegverarbeitung, Kontierung, Lohnabrechnung, Abschlussbuchungen. Prüfungssicher dokumentiert. DATEV- und SAP-Integration.

Finance Agent ansehen

Dokumentenverarbeitung

Rechnungen, Verträge, Bescheinigungen. Automatische Klassifizierung und Datenextraktion mit regelbasierter Validierung.

Document Agents ansehen

Ist der Decision Layer EU AI Act-konform?

Der EU AI Act stellt Anforderungen an Transparenz, menschliche Aufsicht und Dokumentation von KI-Entscheidungen. Der Decision Layer adressiert diese Anforderungen als Architekturprinzip – nicht als nachträgliches Compliance-Projekt.

EU AI Act und HR im Detail →

Wer steckt hinter dem Decision Layer?

Der Decision Layer wird von Gosign GmbH entwickelt und implementiert. Gosign ist ein Enterprise AI Infrastructure & Agent Engineering Unternehmen aus Hamburg mit über 20 Jahren Erfahrung in der Entwicklung komplexer Systeme für Unternehmen wie Airbus, Deutsche Telekom und Sony Music.

4–6 Wochen bis zum ersten produktiven Prozess. Vollständiger Code-Transfer, keine laufenden Lizenzgebühren. Ziel: Nach 12–18 Monaten betreiben Sie Ihre Agenten selbstständig.

Über Gosign → · Referenzen →

Häufige Fragen zum Decision Layer

Was ist ein Decision Layer – einfach erklärt?

Der Decision Layer ist die Steuerungsschicht zwischen KI-Agent und Zielsystem. Er funktioniert wie eine Prozessbeschreibung mit klaren Entscheidungsstufen – nur dass sie technisch durchgesetzt wird, nicht auf Papier steht. Für jeden Schritt in einem Geschäftsprozess ist vorab definiert: Entscheidet ein Mensch, ein Regelwerk oder die KI?

Muss ich unsere bestehenden HR-Systeme ablösen?

Nein. Der Decision Layer ergänzt SAP SuccessFactors, Workday, Personio oder DATEV. Er steuert, was der KI-Agent mit diesen Systemen tun darf – und dokumentiert jede Interaktion. Keine Migration, keine Systemablösung.

Wie reagiert der Betriebsrat auf KI-Agenten mit Decision Layer?

Typischerweise positiv – weil der Decision Layer genau die Transparenz schafft, die der Betriebsrat fordert. Betriebsvereinbarungen werden als feste Regeln hinterlegt, personalrelevante Entscheidungen bleiben beim Menschen, und jede KI-Entscheidung ist nachvollziehbar.

Was unterscheidet den Decision Layer von SAP Joule oder Microsoft Copilot?

SAP Joule und Microsoft Copilot sind KI-Agenten – sie führen Aufgaben aus. Der Decision Layer ist kein Agent. Er ist die Steuerungsschicht darüber: Er definiert, welche Entscheidungen ein Agent autonom treffen darf, wo ein Mensch eingreifen muss und wo Regelwerke gelten. Der Decision Layer ist modell- und anbieteragnostisch.

Wie lange dauert die Einführung?

4–6 Wochen bis zum ersten produktiven Prozess. Woche 1: Ihre Prozesse und Regelwerke verstehen. Wochen 2–5: Ersten Agenten mit Decision Layer bauen und testen. Danach: Ihr Team übernimmt schrittweise den Betrieb.

Vertiefen

Enterprise AI-Infrastruktur Blueprint 2026

Der Decision Layer ist die Governance-Architektur, die KI-Einsatz betriebsratsfähig, auditierbar und skalierbar macht. Hier die Hintergründe zu Shadow AI, Datenklassifizierung und EU AI Act.

Welcher HR-Prozess kostet Sie am meisten Zeit?

Zeigen Sie uns einen konkreten Prozess – wir zeigen Ihnen, wie der Decision Layer dafür aussieht.

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